14.03.2016, 11:48 Uhr

Pure: Ein Blick auf die natürliche Schönheit

Sabrina Jäger und Alexandra Glawischnig Rudiferia (Foto: KK)

Sabrina Jäger und Alexandra Glawischnig Rudiferia holten 18 Frauen "natürlich schön" vor die Kamera.

SPITTAL. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März haben Diplomvisagistin Alexandra Glawischnig Rudiferia und Meisterfotografin Sabrina Jäger Frauen vor die Kamera geholt, um sie zu zeigen, wie sie auch sind: natürlich schön.

18 Oberkärntnerinnen

18 Frauen haben sich bislang vor die Kamera von Fotografin Sabrina Jäger begeben, um sich so zu präsentieren, wie man sie sonst in der Öffentlichkeit nicht sieht: ganz natürlich. Ohne Maske. Diplomvisagistin, Farb- und Stilberaterin Alexandra Glawischnig Rudiferia, Initiatorin dieses Projektes, erklärt was dahinter steckt: "Wir sehen jeden Tag Models in Hochglanzmagazinen und gestylte Promis. Auch die Werbung suggeriert, dass wir immer perfekt aussehen müssen. Nur was ist perfekt?" Sie möchte Frauen weg vom Schubladendenken führen und zeigen, wie individuell schön jede Einzelne auf ihre Art und Weise ist. Mit Make-up oder pur. "Beides ist legitim", erklärt Glawischnig Rudiferia. "Ich würde auch nicht ungeschminkt auf einen Ball gehen. Aber warum soll ich im Alltag nicht ein anderes Gesicht von mir zeigen dürfen?"

Schönheits"ideale" in Magazinen

Unser Aussehen ist facettenreich: Vom Glamourgirl über den seriösen Businesslook bis hin zum Casual Look zu Hause. Das alles sind wir. Das alles macht uns aus. Es soll erlaubt sein, all diese Facetten zeigen zu dürfen. "Beim Fotografieren hat man gesehen, wie unterschiedlich die Frauen sind und wie sie zu strahlen beginnen, wenn man sie lässt. Ich bin kein Fan von stark retuschierten Bildern, von weichgezeichneten Gesichtern. Jeder soll so sein können, wie er ist und sich dabei wohl fühlen. Ob jung oder alt, geschminkt oder ungeschminkt," so Jäger.
Problematisch sehen Glawischnig Rudiferia und Jäger, dass schon junge Mädchen dem in den Medien propagierten Schönheitsidealen hinterherlaufen. Idealen, die unerreichbar sind und verletzte Seelen und Minderwertigkeitskomplexe zurücklassen. Wo bleibt die Individualität? Der Mensch steht im Mittelpunkt und sollte sich nicht Trends und Moden unterwerfen, sondern sich das nehmen, was zu seiner Persönlichkeit und zum eigenen Stil passt.

In allen Facetten

Glawischnig Rudiferia möchte erreichen, dass sich Frauen in all ihren Facetten annehmen und lieben und das dann auch nach außen strahlen: "Ich bin froh, dass ich in Sabrina eine Partnerin gefunden habe, die es schafft, aus den Frauen dieses Strahlen herauszuholen." Die Rückmeldungen der Fotografierten geben ihr recht: "Sie waren teilweise überrascht, als sie ihr Foto sahen, sagten aber auch, dass sie sich wohl fühlten, so wie sie sind."

Ausstellung geplant

Und die Reaktionen aus dem Umfeld? "Mutig!", war oft die erste Wortmeldung.
Alexandra Glawischnig Rudiferia und Sabrina Jäger wollen das Projekt fortsetzen und ausbauen: "Wir möchten die Botschaft unseres Projektes weitertragen. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen über die Sozialen Medien haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Eine Ausstellung der Fotos ist angedacht."
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