22.09.2016, 13:05 Uhr

Kellertheater Innsbruck: Frischbelüftet und gut für den Kopf

Das Kellertheater Innsbruck bietet in der neuen Spiel-Saison viel "Frischluft für den Kopf". (Foto: Grießenböck)
IBK(bine). „Theater findet statt, wenn man spielt“, zitierte Kellertheater-Direktor Manfred Schild Elmar Drexel bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Nach einer Auslastung in der letzten Spielsaison von 65% und an die 180 Vorstellungen im Jahr wird man auch in der Saison 2016/2017 spielend für kulturell hochwertige „Frischluft für die Köpfe“ sorgen und dabei aber nicht auf Schwung, Ironie und vor allem auf die Frau vergessen. Schon im ersten Stück, das bereits am 29.9. Premiere feiern wird, steht vor allem der „Stellenwert der Frau in der Gesellschaft“ im Mittelpunkt. „Darf man mit 50 noch existieren oder muss man sich in dem Alter schon für seine Existenz rechtfertigen?“ Autorin Sibylle Berg wirft in „Die Damen warten“ einen humoristischen und gesellschaftskritischen Blick auf den gesellschaftlichen Stellenwert der Damen. Unter der Regie von Manfred Schild darf man sich auf der Bühne über Eleonore Bürcher, Ute Heidron, Bernadette Heidegger, Nevena Lukic und Benjamin Lang freuen.
Im November folgt der langersehnte „zweite Teil“ von Bernhard Wolfs „Halbe Miete“. In „Halbe Wohnung“ kämpfen Anna (Caroline M. Hochfellner) und Lukas (Bernhard Wolf) unter der Regie von Johannes Gabl darum, neben den Kindern und dem Alltag noch eine Partnerschaft zu leben bzw. nicht gänzlich den WOHN(T)raum zu verlieren.
Der Jänner hat sich im Kellertheater schon lange als der Literaturmonat manifestiert, darum wird ab 19.1.17 Thomas Bernhards „Am Ziel“ gezeigt. Eines der wenigen Thomas-Bernhard-Stücke, das eine ganz große Frauenfigur thematisiert. Unter der Regie von Manfred Schild sind neben der großen Eleonore Bürcher auch Bernadette Heidegger und Johannes Gabl zu sehen.
Auf Grund von massiven Nachfragen wird im März 2017 Daniel Glattauers „Die Wunderübung“ wieder aufgenommen. Die Vertragsverhandlungen für das Mai-Stück sind noch nicht abgeschlossen, doch im Juli 2017 wird es zur nächsten Uraufführung auf der Kellertheater-Bühne kommen. Autor Bernhard Moritz wird zusammen mit Regisseur Manfred Schild für ein „spritziges Sommerstück“ sorgen, das auf Bernhard Moritz seinem Buch „Work-Love-Balance“ basiert und als „Navigationshilfe aus der verkehrsberuhigten Zone“ zu verstehen ist.
Man darf sich also auf eine „heiße“ Kellertheater-Saison freuen, bei der die Frischluft nicht zu kurz kommen wird.
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