13.07.2016, 10:01 Uhr

Einführung der "Begegnungszone" in Zirl sorgte für Pro- und Contra-Stimmen

Info-Veranstaltung in Zirl zum Thema "Begegnungszone". Die von der Bevölkerung hauptsächlich vorgebrachten Einwände betrafen die Verkehrssicherheit. (Foto: Gemeinde)

Die Umstellung auf das vollkommen neue Konzept der "Begegnungszone" in Zirl war nicht einfach, nach wie vor bestehen nicht nur Pro-, sondern auch sehr viele Contra-Argumente. Bei einer Informationsveranstaltung am 6. Juli wurden Bedenken vorgebracht und Verbesserung versprochen.

ZIRL. Mit September 2015 wurde im Zentrum von Zirl, im Bereich des Veranstaltungszentrums B4, die Verkehrsregelung einer Begegnungszone eingeführt. In diesem Bereich gilt eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h. Es gilt auch, dass alle Verkehrsteilnehmer vollkommen gleichgestellt sind. Gehsteige sowie Zebrastreifen fallen hier weg, es gibt keine Räume für Fußgänger und Kraftfahrer, die Zone darf gleichberechtigt von jedermann benützt werden. Niemand darf den anderen behindern und selbstverständlich auch nicht gefährden.

Informationsveranstaltung

Die Einführung dieser Begegnungszone ist in der unmittelbaren Anrainerschaft allerdings nicht ausschließlich positiv aufgenommen worden. Die Umstellung auf dieses vollkommen neue Konzept war nicht einfach, nach wie vor bestehen nicht nur Pro-, sondern auch sehr viele Contra-Argumente.
Um die divergierenden Standpunkte anzusprechen, Vorurteile auszuräumen und gegebenenfalls auch andere Lösungsansätze zu finden, fand am 6. Juli eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, der sich Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen stellten und zu der alle Anrainer persönlich eingeladen waren.

Bedenken über Verkehrssicherheit

Verkehrsplaner Dl Rauch stand beratend zur Seite. Die von der Bevölkerung hauptsächlich vorgebrachten Einwände betrafen die Verkehrssicherheit. Durch die fehlenden Gehsteige und Zebrastreifen sei die Sicherheit der Kinder am dort verlaufenden Schulweg massiv beeinträchtigt. Auch haben Verkehrsaufkommen und Geschwindigkeitsüberschreitungen massiv zugenommen.
Die angestrebte Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer sei bis heute nicht zustande gekommen. Die Kritikpunkte und Anregungen wurden von Politik und Verkehrsplaner durchwegs positiv aufgenommen.

Änderungen werden vorgenommen

Änderungen in Richtungen Einbahnen und Tonnenbeschränkungen, strengere Kontrollen sowie Forcierung von Rad- und Fußverkehr scheinen machbar und werden baldmöglichst ins Auge gefasst. Eine generelle Konzeptüberarbeitung im zuständigen Ausschuss mit Verkehrs-und Raumplaner wird folgen, verspricht auch Bürgermeister Mag. Thomas Öfner.
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