11.08.2016, 18:08 Uhr

Bester Riesling kommt aus Engelmannsbrunn

Gregor Nimmervoll heimst den Salonsieg mit "Weißer Schotter Riesling" ab. (Foto: privat)

Nimmervolls heimsten den Salonsieg mit "Weißer Schotter Riesling" ab.

ENGELMANNSBRUNN (red). Dass am Wagram herausragende Grüne Veltliner und Burgunder gedeihen ist für Weinliebhaber längst kein Geheimnis mehr. Rieslinge der Spitzenklasse werden aber von den Experten hierzulande eher weniger erwartet. Umso überraschender ist, dass ein ausgerechnet ein Weingut vom Wagram den besten Riesling des Jahres 2015 gekeltert hat. Claudia und Gregor Nimmervoll aus Engelmannsbrunn heimsten mit ihrem „Weißer Schotter Riesling“ den Salonsieg in dieser Kategorie ein. Zumindest dieser Verkostung nach gibt es somit keinen besseren Riesling in ganz Österreich –auch nicht in der Wachau. Die Urkunde für den Erfolg wurde unter Beisein der österreichischen Weinbau-Prominenz im Schloss Schönbrunn überreicht.

Hagel im Mai

Denkwürdig. Dieser Begriff umschreibt das Weinjahr 2015 im Weingut Nimmervoll wohl am besten. Ein nächtlicher Hagelsturm im Mai hat so gut wie alle Rebflächen des Hofes schwer in Mitleidenschaft gezogen. Bald kehrte aber die Zuversicht zurück – und das zurecht, wie sich bei der Ernte im Herbst zeigte. Die Erträge von den geschädigten Weingärten blieben zwar klein, die Reben konnten aber ihre ganze Energie in die verbliebenen Trauben stecken. Dass die Reife im Herbst dann durch kühle Tage verzögert wurde, hat sich als Glücksfall für die Harmonie der Weine erwiesen.
Von den gewohnten Lagen gibt es im Jahr 2015 also weniger, dafür umso interessantere Weine zu verkosten. Lediglich die Großen Reserven sind dem Hagel ganz zum Opfer gefallen. In Mini-Mengen gibt es heuer erstmals wieder Roten Veltliner. „Unser junger Weingarten in der Riede Eisenhut hat erstmals Trauben getragen“, so Gregor Nimmervoll. In den nächsten Jahren wird eine neu bestockte Fläche hinzukommen, sodass nach der „Kostprobe“ 2015 dann mehr Flaschen zur Verfügung stehen werden.

Neue Lagen erworben

Insgesamt hat sich der vor wenigen Jahren durchgestartete Familienbetrieb auch im vergangenen Jahr wieder weiterentwickelt. Neue, interessante Lagen in der Gemeinde Großriedenthal konnten erworben werden. Damit steht ein noch weiteres Spektrum an Terroirs zur Verfügung. Claudia Nimmervoll: „Jeder unserer Weine hat einen eigenständigen Charakter. In fordernden Jahren wie 2015 lässt sich dieser besonders herausarbeiten.“
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