"Es verläuft zäher als in der Privatwirtschaft"

Haben Sie sich das Bürgermeisteramt so vorgestellt?
Erich Haas: Ich habe gewusst, was auf mich zukommt. Ich war davor Gemeindevorstand und Bauausschussobmann in Walding. Aber Gemeindearbeit verläuft zäher als in der Privatwirtschaft, von wo ich kam. Vieles muss mit der Bezirkshauptmannschaft, dem Land und noch anderen Stellen abgestimmt werden.

Zum Beispiel?
Wollen wir etwas für die Verkehrssicherheit machen, zum Beispiel ein Verkehrsschild "Achtung Linksabbieger" auf der B131 in Pösting in Richtung Goldwörth, dann läuft das über ein Ansuchen bei der BH. Bis so ein Schild genehmigt wird, rennt man lange. Manches verläuft träge.

Was sind die dominierenden Themen in Walding?
Der Schwerpunkt liegt beim Hochwasser. Viele sind unzufrieden. Die Aufarbeitung der Katastrophe ist den Leuten nach wie vor ein Anliegen, aber auch hier verstehen viele nicht, weshalb alles so lange dauert, zum Beispiel die Berechnungen der Uni Kassel. Die Meinungen über das Absiedeln der Bewohner in Purwörth, Haid, Pösting und Rodl ist gespalten. Nur zu sagen, das Absiedeln sei der einzige hundertprozentige Hochwasserschutz, ist für viele eine Provokation. Es fehlt die Entscheidungsgrundlage für oder gegen das Absiedeln. Die Leute haben das Gefühl, es wird nicht alles menschenmögliche getan, sondern man will sie nur loswerden. In Walding sind auch die Ersatzgrundstücke ein großes Thema, weil wir die einzige Gemeinde sind, die welche anbieten kann. Für sieben Parzellen auf dem Mursberg haben wir Interessenten. Wir könnten sogar weitere Flächen für unter 100 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung stellen.

Und die Initiative Hochwasserschutz Eferdinger Becken?
Ich stehe der Initiative und ihren Forderungen positiv gegenüber. Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob sich die Experten im Jahr 2008 bei der Veränderung der Wehrbetriebsordnung in Asten geirrt haben, beziehungsweise ob die Berechnung der Vertreter der Initiative richtig ist.

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