Althanquartier
Das war die Bürgerversammlung zum Althangrund

Das Interesse, an der Diskussion teilzunehmen, war groß. Der Hörsaal war bis oben hin gefüllt.
  • Das Interesse, an der Diskussion teilzunehmen, war groß. Der Hörsaal war bis oben hin gefüllt.
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

380 Anmeldungen gab es, viele kamen unangekündigt: Das war die Bürgerversammlung zum Althangrund.

ALSERGRUND. Wenn einmal ein ganzer Hörsaal mit Bezirksbewohnern gefüllt ist, weiß man, dass man gleich ein heikles Thema besprechen wird. 380 Alsergrunder hatten sich für die Bürgerversammlung zum neuen Althan Quartier angemeldet. Angemeldet, wohlgemerkt. Denn etwa 20 Personen kamen unangekündigt, womit man aber gerechnet hatte. Die letzte Anmeldung für die Versammlung war noch eine Stunde vor der Veranstaltung eingegangen.

Auch die Bürgerinitiative "Lebenswerter Althangrund" war mit einigen Mitgliedern vertreten. Damit war aber auch schnell klar, wo das Problem liegt, denn der Großteil der Besucher konnte kaum mit dem Wissensstand der Initiative mithalten.

Nachdem die Vertreter der Stadt und des Bezirks ihre Stellungnahmen abgegeben hatten, war 6B47-Geschäftsführerin Michaela Mischek-Lainer am Wort. Dann begann die Bürgerversammlung aufzuwachen – die Buhrufe ließen nicht lange auf sich warten. Zwischenrufe wie "Dann baut’s halt nicht!" rundeten das Programm ab.

Es fehlt an Information

Für viele dürfte die Bürgerversammlung der erste Kontakt mit dem Projekt gewesen sein. Grundlegende Fragen wie "Wird auch eine Garage gebaut?" oder "Gibt es Platz für einen Kindergarten?" mussten erst geklärt werden. Das, obwohl der Bezirk seine Forderungen wie zum Beispiel Durchquerungen seit bald einem Jahr klar ausgedrückt hat und man im Dialogcafé von 6B47 regelmäßig die Möglichkeit hat, seine Fragen zu stellen.

Unter diesen Forderungen ist auch leistbarer Wohnraum beziehungsweise geförderter Wohnbau. Geförderte Wohnungen werden aber nicht realisiert, was nicht unbedingt für Freude im Saal sorgte. Die Erklärung seitens der 6B47 folgte prompt, hinnehmen wollte sie aber keiner: Zu hoch wären die Mietpreise mit den Betriebskosten, die für diese Wohnungen aufkommen würden. "Wir werden weiterhin leistbaren Wohnraum fordern", stellte Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) klar.

Ohne diese Voraussetzung wolle man keine neue Flächenwidmung absegnen, die für das Projekt notwendig wäre. Ohne neue Flächenwidmung würde das Projekt jedoch viele seiner Vorzüge verlieren.

Trotz aller Diskussionen verlief die Bürgerversammlung im Vergleich zu anderen Veranstaltungen dieser Art relativ friedlich. Außerdem wurden alle Fragen gesammelt, um sie im Nachhinein zu beantworten. Also für alle, die es nicht zur Versammlung geschafft haben: Alle Fragen werden online beantwortet.

Zur Sache

Wer sich weiter über das geplante Althan Quartier informieren möchte, kann das unter www.althanquartier.at tun, wo auch die Protokolle der Dialogcafés zu finden sind, sowie unter alsergrund.wien.at, wo die offenen Fragen beantwortet werden.

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