Örtsübliche Miete
FPÖ-Alsergrund fordert Mietvertrag für das WUK

Eine ortsübliche Miete im WUK wäre jährlich etwa 1,2 Millionen Euro teuer – und für den Verein nicht leistbar.
  • Eine ortsübliche Miete im WUK wäre jährlich etwa 1,2 Millionen Euro teuer – und für den Verein nicht leistbar.
  • Foto: Thaler
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

Die FPÖ Alsergrund fordert einen Mietvertrag für das WUK. Die Miete könnte sich der Verein aber nicht leisten.

ALSERGRUND. "Entweder Mietvertrag oder ausziehen": Damit eröffnet FPÖ-Alsergrund-Obmann Gregor Amhof seinen Antrag zum WUK. Amhof könnte sich nach "39 Jahren der Hausbesetzung" einen Mietvertrag zwischen der Stadt und dem Verein vorstellen. Dieser sollte sich aber am ortsüblichen Mietpreis orientieren. Damit würde die Miete auf etwa 10 Euro pro Quadratmeter kommen. "Im Gegenzug wäre die Stadt Wien als Vermieterin für sämtliche Instandhaltungspflichten verantwortlich", so Amhof.

Mit diesen Instandhaltungspflichten sind die dringenden Sanierungsarbeiten der Elektrik gemeint. Vergangenes Jahr startete das WUK, also der Verein, der die ehemalige Fabrik bespielt, die Aktion "WUK retten. Jetzt!", mit der Spenden für die Sanierung gesammelt werden sollen. 850.000 Euro müssen als erster Schritt aufgestellt werden. Barrierefreiheit und andere Maßnahmen sind darin noch nicht inbegriffen.

"Trotz jährlich sprudelnder Millionensubventionen und nicht unerheblicher Einnahmen hat der als Prekariumsnehmer auftretende Betreiberverein das Haus zusehends verfallen lassen", sagt Amhof. Von Verfall kann aber laut Vincent Abbrederis, Geschäftsleiter des Vereins, keine Rede sein: "Wir investieren jährlich 200.000 Euro in die Instandhaltung des Gebäudes." Die 850.000 Euro könne der Verein allerdings nicht alleine stemmen. Gespräche darüber, wie man die Situation lösen könnte, würden bereits mit der Stadt geführt.

"WUK, pack deine Koffer"

Ein Mietvertrag, der sich an den ortsüblichen Preisen orientiert, wäre für das WUK nicht leistbar. "Die Forderung nach so einem Vertrag heißt so viel wie: WUK, pack deine Koffer und geh", sagt Abbrederis. Würde der Mietpreis bei 10 Euro pro Quadratmeter liegen, wären das 1,2 Millionen Euro im Jahr. Diesen Betrag bekommt der Verein als Subvention von der Stadt. "Aber den Großteil wenden wir für das Kulturangebot auf", erklärt Abbrederis. Auch für Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) wäre ein Mietvertrag in dieser Form nicht denkbar. Man müsse sich unbedingt für den Erhalt einsetzen und mit der Stadt sprechen, um zu einer Lösung zu kommen. "Kultur darf auf keinen Fall ein Luxusgut werden", argumentiert Ahmad.

Für Amhof wäre ein Mietvertrag aber die beste Lösung. "Kommt es zu keiner Einigung auf eine angemessene Miete, ist das Prekarium umgehend zu beenden und das Gebäude nach einer Grundsanierung einer neuen Bestimmung zu übergeben", so Amhof. Für den FPÖ-Chef wäre das Gebäude auch als Studentenheim oder Lehrlingsunterkunft geeignet. Die Stadt Wien und die Bezirksvorstehung haben sich aber schon dafür ausgesprochen, das WUK als Kulturinstitution zu erhalten.

Autor:

Maximilian Spitzauer aus Hietzing

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