16.01.2018, 22:39 Uhr

Ukrainische Gegenwartskunst im Spiegel der (Wiener) Moderne im Otto-Mauer-Zentrum

Chor der Ukrainischen St. Barbara-Kirche
Wien: Otto-Mauer-Zentrum |

Vom 16. Jänner 2018 bis 19. März kann man im Otto-Mauer-Zentrum in der Währinger Straße 2-4 eine Auswahl an Werken zeitgenössischer Kunst aus der Ukraine bestaunen.



Bei der sehr gut besuchten Vernissage (Moderation und Vorbereitung Prof. Olena Umlauff) waren auch die vier Künstler Tetyana Pavlyk, Myroslav Yaremak, Ihor Sutula und Hlib Wysheslawsky persönlich anwesend und es entspann sich ein reger Dialog über die zeitgenössische Kunst da und dort. Die launige Eröffnungsrede vom Ukrainischen Botschafter in Wien, Herrn DR. Olexander Scherba erinnerte in manchen Sätzen an die österreichische Monarchie, z.B. wenn von Lemberg (heute Lwiw), vom Königreich Galizien und Lodomerien oder überhaupt von dieser Zeit gesprochen wurde.

Da das orthodoxe Neujahrsfest in der Ukraine heuer auf den 14.1. fiel, war es nicht zu spät, Mitglieder des Chors der Ukrainischen St. Barbara-Kirche in Wien Glückwünsche und alte Bräuche zu besingen zu lassen. Es wurden bei der Vernissage auch alte Volkstänze vorgeführt, Trachten gab es zu bestaunen und man konnte ukrainisches Essen verkosten.

Die Bilderausstellung stellt eine kulturelle Verbindung zwischen Österreich und der Ukraine dar, insbesondere die der künstlerischen Traditionen. Die ukrainischen Künstler sind beeinflusst durch die moderne europäische Schule der Malerei und haben die Wiener Moderne als Vorbild, manche Werke erinnern an Klimt, Kokoschka oder Ullik. Sie zeigen typische Landschaften der Ukraine: historische Städte, die Karpaten im Westen und die Ebenen im Zentrum des Landes. Die Österreichisch-Ukrainische Gesellschaft (ÖUG), wurde 1992 in Wien gegründet, seit 2016 ist Univ. Prof. Dr. Alois Woldan Präsident. Man hat sich zum Ziel gesetzt, die ukrainische Kultur in Österreich sowie die Beziehungen zwischen Österreich und der Ukraine auf allen Gebieten zu fördern und zu unterstützen.
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