Social City: Hip, sozial und nachhaltig bis in den Gemeindebau

Margot Prinz und Emil Diaconu sind überzeugt davon, dass soziale Initiativen die Gesellschaft nachhaltig weiterbringen.
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  • Margot Prinz und Emil Diaconu sind überzeugt davon, dass soziale Initiativen die Gesellschaft nachhaltig weiterbringen.
  • hochgeladen von Elisabeth Schwenter

BRIGITTENAU. Solutions, Co-Working, Start-up und Inklusion, Denkfabrik, Mikrounternehmen und Impact Investing – Begriffe wie diese verwendet die Social City am Sachsenplatz in der Brigittenau auf ihrer Homepage, um für ihre Dienste und Ideen zu werben. Ab Anfang September stehen mit dem Play Park und den neuen Co-Working Spaces im renovierten und vergrößerten Büro mehr Kapazitäten bereit, um, wie der Name der Institution verrät, an einer sozialen Stadt zu arbeiten. Aber was ist das alles? Wer weiß schon, was hinter den Begriffen Impact Investing oder Inklusion steckt.

Glaubwürdig und ein bisschen unangenehm

Jene Menschen, die sich auf den ersten Blick von den hippen Begriffen nicht angesprochen fühlen, will die Social City mit ihren Projekten erreichen.
„Wir bieten Menschen, die soziale Ideen oder Probleme haben, eine Drehscheibe und Begleitung“, sagt Margot Prinz, die das Marketing und die Kooperationen bei Social City über hat. „Wir wollen auch Themen positionieren, die vielleicht ein bisschen unangenehm sind“, fügt Emil Ddiaconu, Soziologe und Geschäftsführer von Social City hinzu. „Ich bin Migrant“, sagt Diaconu, „und weiß, wie wichtig es ist, ernst genommen und gefördert zu werden. Darum bedienen wir auch nicht nur sogenannte Bobo-Themen, sondern auch Bereiche für den Gemeindebau. Wir wollen eben nicht die nächste Wirtschafts- oder PR-Agentur sein. Da wären wir nicht glaubwürdig“, fasst es Diaconu zusammen.
Als unabhängige, überparteiliche Einrichtung, die sich über Förderungen und Investoren, etwa die Erste Bank, finanziert und bei sozialen Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht, hat sich die Social City in Wien schon einen Namen gemacht. Eine Initiative, die weit über die Welt von Start-up, Mikrounternehmen und Impact Investing hinausgeht, ist das Projekt Stadtmenschen.

Hilfe im sozialen Wien

Die Stadtmenschen sind Bewohner Wiens, die sich für ihre Nachbarn ehrenamtlich einsetzen. Die Freiwilligen bieten Hilfe im Dschungel des sozialen Wiens. Rund 50 aktive Stadtmenschen beraten und geben Tipps, bringen Ordnung in das gedankliche Chaos und helfen jedem der kommt mit jedem Problem, für das ein Magistrat, eine NGO oder eine andere soziale Einrichtung notwenig ist. Orientierung im Sozialsystem Wiens – so das Motto der Stadtmenschen. Der Fokus bisher waren Mietrückstände, Fragen zur Mindestsicherung und Wohnbeihilfe, Streit mit den Nachbarn, Mobbing sowie bei notwendigen finanziellen Unterstützungen für Familien, Pensionisten und Lehrlingen. Das Angebot der Stadtmenschen ist kostenlos und kann anonym in Anspruch genommen werden. Immer Freitags, von 10 bis 12 Uhr sind die Stadtmenschen in der Karl-Meißl-Straße 1 zu finden. Bekanntheit hat die Social City auch schon mit dem Wiener Friedenspreis erlangt, der jedes Jahr im Rathaus vergeben wird. „Das ist auch mein Lieblingsprojekt", sagt Margot Prinz. „Die Friedensbringende“, so Prinz, das sei auch ihr Yoga-Name.

Ab September stehen am Sachsenplatz jedenfalls Co-Working Spaces ( 250 Euro/Monat) für Menschen mit  nachhaltigen und sozialen Ideen zur Verfügung. "Unser neues Büro besticht durch ein inklusives Raumkonzept. Wir sind stolz auf unsere Leihgaben von Gabarage und Fahrradfilet in der Chill-Out Area, haben neben der Working-Zone ein Besprechungszimmer für bis zu 16 Personen und einen offenen Küchen- und Essbereich mit kostenloser Kaffeemaschinennutzung", steht auf der Homepage. Ganz ohne Bobo geht's dann eben doch nicht.

Margot Prinz und Emil Diaconu sind überzeugt davon, dass soziale Initiativen die Gesellschaft nachhaltig weiterbringen.
Play Park, Co-Working Place, Büro, Besprechungsraum, Ausstellungsbereich, und vieles mehr ist das "Social City" Büro am Sachsenplatz in der Brigittenau.
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