Viele Wünsche
Kultur soll den Nordwestbahnhof künftig aufwerten
- Am Nordwestbahnhof entsteht ein ganz neues Wohngebiet. Dort soll auch Kultur und Kunst nicht fehlen.
- Foto: Rahul Jain/Unsplash
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Der Nordwestbahnhof ist noch lange kein Wohngebiet. Doch schon jetzt gibt es reichlich Wünsche. Etwa fordern die Grünen, dass es Kultur geben soll. Laut Bezirk sei das ohnehin geplant.
WIEN/BRIGITTENAU. Auf 44 Hektar wird in der Brigittenau ein komplett neues Grätzl errichtet. Mit 6.500 Wohnungen, Schulen, Kindergärten und mehr will man bis 2035 so einiges am Nordwestbahnhof entstehen lassen. Was dabei nicht fehlen darf, sind Geschäfte, Supermärkte und kulturelle Angebote. Geht es nach den Grünen, ist es aber genau letzteres, was zu kurz kommen soll.
"Nach wie vor findet sich weder in der Flächenwidmung noch bei den Ausschreibungen von Bauflächen ein Auftrag, eine Kultureinrichtung zu planen“, kritisiert die Kultursprecherin der Grünen Wien, Ursula Berner. Laut einem Sprecher des Bezirks sieht die Sachlage aber anders aus: "Wir haben den klaren Wunsch geäußert, dass es Kultur geben soll."
- Kultur soll am Nordwestbahnhof künftig Platz finden – das sieht auch der Bezirk so.
- Foto: ÖBB /januousekhavlicek.cz
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Kultur plane man nicht nur in eigenen Gebäuden, sondern auch in Erdgeschosszonen, welche bespielt werden können. Allerdings: "Es ist ein zu weiter Blick in die Zukunft, von der noch keiner sagen kann, wie sie wird", so der Sprecher des Bezirks. Denn die Ausschreibung von Bauprojekten hat gerade erst begonnen.
Befürchtungen umsonst?
Dennoch: Für die Grünen kann es nicht früh genug sein, sich für Kultur im neuen Grätzl einzusetzen. „Das Nordwestbahnmuseum, die Tankstelle und die starke Nutzung des Bereiches durch die Klima-Biennale zeigen, wie dringend das Bedürfnis nach einem Kulturraum im Nordwestbahngelände auch in der Nachbarschaft ist“, sagt Bezirksvizin Barbara Pickl (Grüne).
- Ob Probenräume, Ateliers oder Veranstaltungshalle – laut Grünen braucht der Nordwestbahnhof so viel wie möglich Kultur.
- Foto: Kal Visuals/Unplash
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Insbesondere wollen die Grünen, dass Angebote in jenen zwei ÖBB-Hallen, welche bestehen bleiben, stattfinden. Diese werden über einen Bauträgerwettbewerb ausgeschrieben, die Siegerprojekte sollen von einer Expertenjury bestimmt werden. „Ohne konkreten städtischen Auftrag, was hier in Zukunft passieren soll, werden die Hallen wohl kommerziell genutzt werden, im schlimmsten Fall ganz der öffentlichen Nutzung entzogen“, fürchtet Berner.
"Ja, für die Hallen finden Architekturwettbewerbe statt", bestätigte der Sprecher des Bezirks. Jedoch bedeute dies nicht, dass Kultur keinen Platz finden werde. Ganz im Gegenteil. Man habe klar definiert, dass eine Halle explizit für Kultur, und die andere auch im weitesten Sinne dafür – etwa für Gastronomie – vorgesehen ist. Dies gelte es auch von Bauträgern bei der Planung zu berücksichtigen. Wie die Siegerprojekte dann tatsächlich aussehen, steht erst nach Ende der Bewerbe fest.
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