09.12.2013, 19:27 Uhr

Augarten: Wiener wollen den ganzen Augarten zurück

Monika Rössler-Schmidt von den Freunden des Augartens: "Öffentlicher Augarten wird privat genutzt" (Foto: Gerhard Krause)
Den vollständiger Schutz des historischen Kultur- und Erholungsparks Augarten verlangt eine Bürgerinitiative in der Leopoldstadt in einer Petition, die dieser Tage in Rathaus eingebracht worden ist.

Stopp mit den Verbauungen
Seit Jahren, so die Begründung, müsse die Bevölkerung Privatisierungen oder Verbauungen im Augarten hinnehmen: Trotz Denkmalschutz, einstimmigen Beschlüssen des Bezirksparlamentes der beiden Anrainerbezirke und trotz der Widmung Parkschutzgebiet.
Das „MuTh“-Gebäude der Sängerknaben war nur ein neuer Höhepunkt, wie es Monika Rössler-Schmidt, die Vertreterin der "Freunde des Augartens", zu erklären versucht.

15.000 Unterstützer
Die von über 15.000 Personen unterschriebenen Liste der Initiative wurden zwar dem Bund und der Stadt übergeben, sie wurden aber bisher nicht weiter beachtet. Deshalb starteten der Verein nun eine Petition nach dem ersten Wiener Petitionsgesetz.
Schwerpunkt der Forderungen: Ein absolutes Bauverbot innerhalb der Mauern des Parks, keine weiteren Versiegelung des Bodens im Park und ein Fahrverbot für private Kfz im gesamten Augarten.

"Öffnet den Englischen Garten!"
Auch soll der Augarten, der seinerzeit von Kaiser Josef II den Wienern geschenkt worden war - von jeglicher weiteren Privatisierung verschont werden. Fast ein Drittel der Fläche der Bevölkerung gewidmeten Parks wurde durch Privatisierungen allerdings bereits der Allgemeinheit wieder entzogen.
Man fordert deshalb zunächst auch die Öffnung des Englischen Gartens und der Repräsentationsgärten im Bereich des Palais der Sängerknaben.

Ein zahnloser Beschluss
Bereits vor fünf Jahren wurde im Gemeinderat einstimmig ein Leitbild mit Öffnung dieser Flächen beschlossen, als Zugang zum Augarten vom sogenannten Augartenspitz und der U2 Taborstraße aus. Bis heute aber wurde es nicht umgesetzt...
Burghauptmann Hofrat Reinhold Sahl dazu: "Ich bin mit der Angelegenheit der Petition noch nicht befasst worden und kann dazu leider keine Stellungnehme abgeben". Bestätigt hat der für den Augarten zuständige Burghauptmann jedoch die Gespräche mit den Bezirken um eine Radquerung der Parkanlage.

Info über die Petition gibt's Online.
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Karl Rescheneder aus Leopoldstadt | 01.03.2015 | 16:16   Melden
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Karl Rescheneder aus Leopoldstadt | 20.08.2015 | 15:19   Melden
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