Paradisgasse
Blau-roter Politstreit um neue Wohnungen

In der Paradisgasse: Klemens Resch (FPÖ) vor dem Grundstück, auf dem bald teure Luxuswohnungen entstehen sollen.
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  • Foto: Thomas Netopilik
  • hochgeladen von Thomas Netopilik

In der Paradisgasse plant die Raiffeisen Wohnbau seit geraumer Zeit Luxuswohnungen.

DÖBLING. Der Heurige "Haus Wagner" wurde abgerissen und vier Betonklötze mit rund 50 Wohneinheiten sollen entstehen. Die SPÖ demonstrierte vor einem Jahr medienwirksam gegen dieses Vorhaben. SP-Bezirksvize Thomas Mader und Döbling-Vorsitzende Barbara Novak (SPÖ) versprachen, dass die Roten eventuellen "Erweiterungen der Bestimmungen" sicher nicht zustimmen werden. Zudem schreie das Projekt nach "Spekulation".

In der Bauausschusssitzung hat die SPÖ dennoch dem Projekt zugestimmt, gemeinsam mit der ÖVP und den Grünen. Dagegen waren FPÖ und Neos. Sehr zum Ärger des blauen Klubobmanns Klemens Resch, dem die Aktion sauer aufstößt. "Willst du groß in Döbling bauen, musst du nur nach Mader schauen", kommentierte Resch das skandalöse Verhalten. Für Resch ist es nicht nachvollziehbar, dass die SPÖ, allen voran Mader, hier umgefallen ist: "Wir haben unser Wort gehalten und gegen dieses Bauprojekt gestimmt. Im Bezirk sollen nur noch Projekte genehmigt werden, die dem Ortsbild entsprechen", sagt Resch. "Wir müssen die Struktur des Bezirks bewahren. Es ist eine furchtbare Entwicklung, dass Heurigen für Luxuswohnungen weichen müssen", so der Klubobmann der FPÖ. Leistbar werden die Wohnungen jedenfalls nicht sein. Es handelt sich um Wohnungen im obersten Preissegment. "Es würde mich interessieren, welche Argumente der Raiffeisen Wohnbau Bezirksvize Mader zum Umdenken gebracht haben", sagt Resch.

Neuer Antrag bewilligt

Ein völlig andere Sichtweise in dieser Causa hat der von Resch so kritisierte rote Bezirksvize Thomas Mader, der persönlich bei der Bauverhandlung zu diesem Projekt anwesend war: "Ich habe vor Ort nicht zugestimmt, weil das Dach nicht als Schrägdach und die Gaupen ins Innere des Gebäudes geplant waren. Erst als dies in den Entwürfen geändert wurde, hat meine Fraktion im Bauausschuss ihre Zusage gegeben", erklärt Mader. "Die FPÖ sollte sich hin und wieder auch die Bauakte ansehen. Jetzt entsprechen die Pläne allen gesetzlichen Vorgaben und können umgesetzt werden. Baubeginn ist im Frühjahr 2020", so der Bezirksvize weiter.

Autor:

Thomas Netopilik aus Alsergrund

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