10.10.2017, 11:36 Uhr

Nicht schon wieder Parkpickerl

Parkplätze fehlen, aber Kurzparkzonen im Wald !

Döbling hat abgestimmt. Die Mehrheit will kein Parkpickerl. Das  war vor nicht ganz einem Jahr das Ergebnis. Dennoch gibt es keine Ruhe, weil manche Kfz Besitzer glauben, sie hätten ein Anrecht auf einen öffentlichen Parkplatz.

Dem ist aber nicht so. Jeder hat die Verpflichtung für sein Eigentum selber die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Also beim Auto in erster Linie, für einen Parkplatz im privatem Raum zu sorgen. Die Laterndelgarage kann nur so lange dafür dienen, solange Platz da ist. Und der steht allen zu gleicher Benützung zur Verfügung.

Zuwenig Parkplatz

Wieso meinen also viele, dass sie ein Recht auf  einen Abstellplatz vor ihrem Haus hätten? Ein Haus zum Beispiel, mit zwanzig Wohnungen mit vielleicht mehr als zwanzig Kfz Besitzern das eine Straßenfront von zwanzig Metern Länge hat. Da gehen sich gerade vier Fahrzeuge aus. die anderen sechzehn fallen schon den Nachbarn zur Last. Was aber wenn das Nachbarhaus ebenso besiedelt ist? Das kann nicht funktionieren.

Parkraum wird absichtlich reduziert

Verschärft wird die Situation dadurch, dass die Stadtregierung zunehmend Maßnahmen trifft, um Parkplätze im öffentlichem, aber auch privatem Raum zu reduzieren. Da werden Parkplätze die seit Menschengedenken quer zur Fahrbahn benützt werden und nie jemanden gestört haben auf einmal mit Anzeigen sanktioniert.

Da werden Einschränkungen durch bauliche Maßnahmen, wie sinnlose Verbreiterungen von Gehsteigen, oder Schanigärten auf der Fahrbahn, die die Lokalgröße oftmals um das doppelte übertreffen, genehmigt.

Da wird die Bauordnung dahingehend geändert, dass weniger Parkgaragen bei Neubauten errichtet werden müssen, oder sogar nur dürfen, wenn öffentliche Förderungen beantragt werden.

Pickerl Einnahmen zweckwidrig verwendet

Darüber hinaus werden die horrenden Einnahmen aus überteuerter Parkraumbewirtschaftung, immerhin fast eine halbe Milliarde Euro in den vergangenen fünf Jahren, zu neunzig Prozent nicht für den Bau von öffentlichen Garagen verwendet. Sie versanden in allen möglichen Verkehrsmaßnahmen die überwiegend den motorisierten Individualverkehr schaden.

Man sieht, das Problem wird politisch verschärft und die Menschen aufeinander gebracht.

Parkplätze errichten

Die Reduzierung fossiler Treibstoffe ist wichtig und sinnvoll. Ganz falsch ist es aber dies  mit Behinderungen und Verboten sowie mit unverhältnismäßigen hohen Kosten und Strafen zu tun. Das vermindert unseren Wohlstand. Schon seit dem ersten Kaiser von China, Qin Shi Huang Di, ist es eine Binsenweisheit: Mobilität sichert Wirtschaft und Wohlstand. Er hat als erste Maßnahme Militär, Geld und Straßenbau vereinheitlicht.

Die Forderung aller, die unter fehlenden Parkplätzen leiden muss also heißen: "Fördert mit dem Geld, das aus der Parkraumbewirtschaftung stammt endlich wieder den Bau von öffentlichen und privaten Parkgaragen und behindert nicht mit gesetzlichen Maßnahmen die Menschen und Besucher unserer Stadt."














 
1
Einem Mitglied gefällt das:
3 Kommentareausblenden
28
Valentin Riemer aus Hietzing | 11.12.2017 | 10:18   Melden
122
Gerhard Pfeiffer aus Döbling | 12.12.2017 | 17:07   Melden
28
Valentin Riemer aus Hietzing | 12.12.2017 | 17:45   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.