Kommentar
Wohnraum der Seestadt sollte nicht auf Straßen warten müssen

Den Neubauten in der Seestadt steht eine Sache im Weg: die Voraussetzung, dass erst gebaut werden darf, wenn die Stadtstraße und S1-Spange fertig sind. Aber braucht ein moderner Stadtteil eine Autoanbindung? | Foto: Max Spitzauer
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  • Den Neubauten in der Seestadt steht eine Sache im Weg: die Voraussetzung, dass erst gebaut werden darf, wenn die Stadtstraße und S1-Spange fertig sind. Aber braucht ein moderner Stadtteil eine Autoanbindung?
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Die Seestadt wird größer, im Norden sind Neubauten geplant. Den Bauten steht aber eine Sache im Weg: Die Voraussetzung, dass erst gebaut werden darf, wenn die Stadtstraße und S1-Spange fertig sind. MeinBezirk-Redakteurin Luise Schmid fragt sich jedoch: Braucht ein moderner Stadtteil unbedingt eine Autoanbindung?

WIEN/DONAUSTADT. Die Seestadt gilt als eines der größten und modernsten Stadtentwicklungsgebiete Europas. Fertig ist sie aber noch lange nicht. Der gesamte Teil im Norden ist noch ausständig. 

Und das hat auch einen bestimmten Grund: Es darf erst gebaut werden, wenn die Region an die Stadtstraße und die S1-Spange angeschlossen ist. Weil es für so viele Menschen auch Zubringerstraßen braucht, heißt es von der Stadt. MeinBezirk berichtete:

Seestadt-Bauten müssen auf fertige Stadtstraße warten

Braucht es Autos?

Kann man noch von Modernität sprechen, wenn notwendiger Wohnraum an die Fertigstellung von Straßen gekoppelt ist? Sollte ein fortschrittlicher Stadtteil nicht eigentlich ohne Autos auskommen können?

Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist. | Foto: Wien 3420
  • Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist.
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Dass bestimmte Wirtschaftsstandorte auf das Zubringen durch Autos angewiesen sind, ist klar. Aber die Priorität von Wohnungssuchenden in Wien ist wohl kaum die Anbindung mit dem Auto. Die U2 bringt Seestädterinnen und Seestädter direkt ins Zentrum und auch Bim-Verbindungen sind geplant. Bei den Öffis sollte auch der verkehrstechnische Fokus liegen. Wichtiger Wohnraum sollte nicht auf eine Straße warten müssen.

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Den Neubauten in der Seestadt steht eine Sache im Weg: die Voraussetzung, dass erst gebaut werden darf, wenn die Stadtstraße und S1-Spange fertig sind. Aber braucht ein moderner Stadtteil eine Autoanbindung? | Foto: Max Spitzauer
Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist. | Foto: Wien 3420
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