Sport verbindet: Rugby Donau hilft Flüchtlingen

Gemeinsamer Sport hat keine Nationalität: Beim Rugby lernen sich Einheimische und Flüchtlinge kennen.
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  • Foto: Nadine Studeny
  • hochgeladen von Sabine Krammer

DONAUSTADT. Udo Richson und sein Kollege Philipp Greiner, beide ehemalige Rugby-Spieler, hatten Mitte 2015 zu einem besonderen Projekt aufgerufen: Unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge sollen die Möglichkeit haben, durch gemeinsames Sporteln Österreich und seine Kultur kennenzulernen, sich zu integrieren und sich mit Einheimischen auszutauschen. "Sport ist eine der besten Möglichkeiten, Integration zu leben", ist der Sportler Udo Richson überzeugt.

Mit Flüchtlingen trainieren

Gemeinsam mit einem Kernteam von 13 Personen gründete Richson das „Rugby Team ohne Grenzen“ und stellte Rugby bei Flüchtlingseinrichtungen der Caritas, Don Bosco, Samariterbund und anderen vor. Jede Woche wird mit Interessierten trainiert, aber auch einfach gemütlich beisammen gesessen. Gespielt wird dabei auch gemeinsam mit der österreichischen U18-Mannschaft.

Die ausländischen Jugendlichen sind zwischen 14 und 18 Jahre alt und kommen meist aus Somalia, Afghanistan, Syrien und dem Irak. Greiner: „Rugby war schon immer international besetzt und daher sehr offen für diese Zusammenarbeit.“ Das Training ist auch von gegenseitigem Respekt und dem Gemeinschaftsgedanken geprägt. Durch die Positionsvielfalt beim Rugby kann jeder mitmachen, ob groß oder klein, schwer oder leicht.

Verein lebt von Spenden

Die Sportausrüstung und die Verpflegung werden aus Spenden und Einnahmen von Events finanziert. In den sozialen Netzen hat ein Film über Rugby zu Einnahmen für Ausbildungsprojekte wie Deutschkurse und Computerführerschein geführt. Die Trainer, Betreuer und Küche arbeiten ehrenamtlich an diesem Projekt mit.

Der Gedanke, heimatlosen Jugendlichen zu helfen, ist nicht zuletzt auch aus der Erfahrung des Vereins entstanden. 2013 wurde Rugby Donau selbst "heimatlos", bevor der Verein im Trendsportzentrum in der Meiereistraße 20 in der Leopoldstadt eine neue Heimat gefunden hat.

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