16.12.2017, 00:00 Uhr

Der Rock’n’Roll kommt aus Stadlau

Börns Funky Fingers in seinem zweiten Wohnzimmer, dem Café Hummel. (Foto: Franz Arty Artmann)

Bernhard Fellner lebt die Musik. Der Donaustädter Gitarrist lebt zwischen seinem Gartenhäuschen, dem Hummel – seinem zweiten Wohnzimmer – und der Bühne.

DONAUSTADT. Wenn Bernhard Fellner mit seiner Gitarre die Bühne betritt, dann wird er zu "Börns Funky Fingers". Sein Künstlername ist Programm: Der Donaustädter beherrscht sein Instrument, wenn er anfängt die Saiten funky zu zupfen, dann fragt man sich, wie er nur so schnell und genial spielen kann.

Die Musik wurde ihm schon quasi in die Wiege gelegt. Zwar gab es in seiner Familie keine Berufsmusiker, aber schon sein "Onkel" hat regelmäßig beim Heurigen aufgespielt. Auch sein Vater ist Mitglied bei einer Band: "Urgestein" feierte bereits 30-Jähriges Jubiläum. Und sein Cousin Soberl ist als Sänger von "Wiener Wahnsinn" eine Lokalberühmtheit.

Vom Hummel zur Schulband

Schon vor seiner Schulzeit griff Bernhard in die Tasten. "Doch das Klavier war nichts für mich", erinnert er sich an damals. "Ich wechselte dann gleich zur Gitarre."

Als er dann ins Gymnasium in die Bernoulligasse ging, war er öfter in seinem zweiten Wohnzimmer anzutreffen, dem Café Hummel. "Dort haben wir hauptsächlich gelernt – und auch ein bisschen tarockiert", schmunzelt der Stadlauer. Mit 17 Jahren gründete er mit Schulfreunden seine erste Band, die "Spicy B.A.D. Ones".

Damit begann die Liebe zur Musik. Gemeinsam mit seiner damaligen Lehrerin, organisierte er eine Musical-Aufführung mit seinen Schulkollegen: Hair. "Seitdem wurde jährlich von den Schülern ein Musical aufgeführt", zeigt sich Fellner stolz: "14 Jahre schon."

Den Musiker drängte es weiter Musik zu machen. Blues, Rock, Funk und Austropop hat Börns Funky Fingers in seinem Repertoire.

Vom "Wahnsinn" zu eigenen Projekten

2012 stieß er zu Wiener Wahnsinn, wo Cousin Soberl, ein Gründungsmitglied aus 2002, zum Sänger "aufstieg". Seitdem ging es für die Band bergauf. Doch nach drei Jahren wollte der Gitarrist andere Wege gehen und verließ Wiener Wahnsinn. Im Guten, wie er betont, schließlich tritt er noch bei dem einen oder anderen Gig mit den "Wahnsinnigen" gerne auf.

Heute spielt der Vollblutmusiker hauptsächlich bei drei Projekten mit:
"Wir & Jetzt" mit Sänger Flex und Bassist Alex Karlin. Gemeinsam spielen sie viel Eigenes und Austropop. Die Arbeit an einem eigenen Album hat bereits begonnen.

Mit Stephan Heiner und Ex-EAV-Schlagzeuger Bertl Baumgartner gibt es hauptsächlich Cover-Versionen im eigenen Stil zu hören. "Wir sagen immer: Vom L’amour-Hatscher bis zum Rock’n’Roll – Sie wünschen, was Sie wollen, wir spielen, was wir wollen", erklärt Börns.

Die Band "Tommy Lee’s Glacestrizzis" bringt eine Mischung von Wiener Liedern, Rock’n’Roll und Johnny Cash Style. "In der Formation waren wir die Vorband von Seiler uns Speer vor dem Weihnachtskonzert 2016 - und haben sie bei der ersten großen Österreich-Tour begleitet", so Fellner.

2017 war ein erfolgreiches Jahr für "Börns Funky Fingers". Über 100 Auftritte hat er gespielt. Da bleibt kaum noch Zeit für ein Leben abseits der Musik. Seine Hobbys sind aufs Lesen und Reisen geschrumpft - und die absolviert er als Musiker in Österreich.

Die nächsten Termine

19. Jänner 2018: Twins Pub, 14., Hütteldorfer Straße 299. Beginn: 20 Uhr (Eintritt frei). Mehr Infos hier.

17. Februar 2018:
Lounge 22, 22., Erzherzog Karl Straße 38. Beginn 19 Uhr (Eintritt frei). Mehr Infos hier.

Im Internet finden Sie Börns Funky Fingers, Wir & Jetzt sowie Tommy Lee’s Glacestrizzis.
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