Das Weihnachtskonzert der Tamburica Oslip

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Kultureller Zauber in der Kirche
Das Weihnachtskonzert in der Kirche der Gemeinde Oslip hat mittlerweile Tradition. Beim diesjährigen volksmusikalischen Gusto reichte die Palette der Liedtitel von internationalen Kultkompositionen wie Feliz Navidad über amerikanische Evergreens wie Rudolph the red nosed Reindeer bis hin zu regionalen Eigeninterpretationen der burgenländisch-kroatischen Musikerzunft. Was die unterschiedlichen Tracks globaler Herkunft miteinander zu verbinden wusste, war der begnadete Umgang der Tamburica mit ihren Instrumenten - und der daraus entstandene Zauber der Musik.

Wochenlange Konzentration

Bereits bei der - mehr oder weniger - Generalprobe waren wir dabei, wie man auf den folgenden Fotos erkennen wird, und konnten beobachten wie das Tempo der Probe mit dem näher rückenden Auftritt zunahm, folglich auch die Konzentration und Anspannung, die nur wenigen Momenten der eingespielten Tamburica Oslip zu spüren war. Was auffiel war die Zusammensetzung der Musiker.

Der Spagat zwischen Jung und Alt

Oft hört man davon, wie alte Traditionen, bewährte Sitten und Bräuche mit der aus nähten platzender Globalisierung und Digitalisierung des Lebens, die selbst in den ländlichsten der ländlichen Räume vorgedrungen ist, Stück für Stück aussterben. Umso schöner war es zu sehen wie die Tamburica Oslip trotzdem den Spagat von jung auf alt schafft, denn die Zusammensetzung der Musiker steht bezüglich ihres alters in einer Balance, die diesbezüglich nur selten anzutreffen ist. 

Das Moment des Konzerts

Schon lange vor Beginn strömen schon die ersten Gäste und Besucher des Konzerts in die Kirche, es wird zwar noch - und nun passt der Begriff wohl besser in seiner direkten Bedeutung - generalgeprobt, doch dieser Umstand wurde eher als vor verschobene Zugabe verstanden. Zum eigentlichen Beginn des Konzerts ist die Kirche bereits sprichwörtlich zum bersten gefüllt. Die erste Taktangabe des Dirigenten erfolgt - und wärme durchdringt die kargen Gemäuer des sakralen Raums. Von einem Konflikt zwischen amerikanischer Musik und alteingesessener Tamburica ist nichts zu spüren, die beiden Kulturoppositionen schütteln sich nicht nur die Hand, sie umarmen sich umgeben schwingender Klänge.

Ein Glühwein wartet

Während des Konzerts wird nur verhalten, oder gar nicht applaudiert, diese Merkwürdigkeit in dem Konzert bringt der sakrale Raum mit sich - das Haus Gottes - innerhalb dessen sich übermäßiges Applaudieren oder Freudentaumel wohl nicht schickt. Für eine Wiedergutmachung dieser erzwungenen Abstinenz war jedoch gesorgt. Am großen Platz vor der Kirche wartete ein Glühweinstand, der dem Zauber des Konzerts einen mußen Ausklang verlieh.

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