Eisenstadt
Die Sanierung des Hallenbades kostet über zwei Millionen

Vizebürgermeister Istvan Deli, Bürgermeister Thomas Steiner und Anton Aufner Präsident des Burgenländischen Schwimmverbandes (v.l.) bei der Pressekonferenz.
  • Vizebürgermeister Istvan Deli, Bürgermeister Thomas Steiner und Anton Aufner Präsident des Burgenländischen Schwimmverbandes (v.l.) bei der Pressekonferenz.
  • Foto: Stadt Eisenstadt
  • hochgeladen von Sandra Koeune

Bereits im Vorjahr wurde bekannt gegeben, dass das Hallenbad im Allsportzentrum saniert wird. Statt den angekündigten 1,4 Millionen werden allerdings nun über zwei Millionen Euro investiert. Die Bauarbeiten sollen im Juni beginnen und rund drei Monate dauern.

EISENSTADT. Vor etwas mehr als vierzig Jahren, im Jahr 1980, wurde das Hallenbad in Eisenstadt eröffnet. Bereits im Vorjahr kam der Entschluss, Sanierungsmaßnahmen der Betonstützen sowie des Daches in Höhe von rund 1, 4 Millionen zu betätigen. Jetzt wurden zwei weitere Großmaßnahmen beschlossen: Die Sanierung der Hallenbad-Fassade sowie neue Fenster werden weitere 550.000 Euro kosten. Dazu kommen viele kleinere Arbeiten und Veränderungen um insgesamt rund 250.000 Euro. Dazu gehören etwa eine neue Beleuchtung, Lackierungsarbeiten, Dachverglasungen, neue Geländer und neue Duschen.

Neue Sanierung nach 2012

Vor rund zehn Jahren stand der Fortbestand des Hallenbads bereits auf der Kippe. Investitionen über 2,5 Millionen Euro in die Jahre gekommene Technik sollten dem Bad 2012 weitere zehn bis 15 Jahre schenken. „Danach sei Schluss haben uns die Statiker zu dieser Zeit gesagt“, so Steiner. Doch ein neues Gutachten aus dem Vorjahr zeigte auf, dass eine langfristige Absicherung des Gebäudes möglich ist. Neben den statischen Sanierungen will man das Hallenbad für längere Zeit absichern. „Wir haben uns dazu entschlossen, nicht nur notwendige technische Sanierungsmaßnahmen zu machen, sondern andere thermische Renovierungsarbeiten, wie etwa die Fassade, vorzuziehen. Vor allem diese kleinen Maßnahmen sind zum Teil das Resultat aus vielen Gesprächen mit den Nutzern der Halle“, berichtet Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP). Vizebürgermeister Otto Kropf (SPÖ) berichtet: „Die Sanierungskosten sind sehr hoch aber auch notwendig. Es ist eine wichtige Investition für unsere Bevölkerung. Ich hoffe, dass das Gebäude durch die Sanierung nachhaltiger wird."

Herausforderung für das Stadtbudget

Der Betrieb eines Hallenbads ist eine kostspielige Angelegenheit und eine Herausforderung für das Stadtbudget. 500.000 Euro müssen jährlich für den laufenden Betrieb berappt werden. „Das sind wir bereit zu leisten", betont Steiner, der hofft mit einer thermischen Sanierung die Betriebskosten etwas zu senken.

Förderung ist wichtig

Möglich ist diese Investition in Pandemiezeiten vor allem durch die Anschubförderung des Bundes. Mittlerweile hat der Bund zwei Pakete für die Gemeinden geschnürt. Mit dieser Unterstützung kann das Hallenbad nun in dieser Dimension abgesichert werden. Die Sanierung des Hallenbades ist eines von mehreren Projekten, die bereits eingereicht wurden.

Mehrfachnutzung des Hallenbades

Das Eisenstädter Hallenbad ist als Sportbad konzipiert. Als solches wird es für Schulsport, Vereinstätigkeiten und für allgemeines Publikumsschwimmen genutzt. Gerade diese Mehrfachnutzung zeichnet das Bad aus und ist ein Gewinn für alle Schwimmbegeisterten. Von den Jüngsten beim Babyschwimmen, über den anspruchsvollen Leistungssport bis hin zum entspannten Schwimmen als Freizeitsport, das Eisenstädter Hallenbad ist ein wichtiges Sport- und Freizeitangebot für die Bevölkerung. „Die steigenden Besucherzahlen sind ein Beweis dafür, dass das Eisenstädter Hallenbad einen wichtigen Stellenwert in Eisenstadt und der gesamten Region hat. 2007 nutzten rund 55.000 Personen das Hallenbad, 2019 waren es über 72.000 – bis zu 20.000 davon sind Schüler“, erklärt Vizebürgermeister Istvan Deli (ÖVP).

Fixe Zeit- und Belegpläne

„Um unseren Kunden eine optimale Nutzung des Bades zu ermöglichen, gibt es fixe Zeit- und Belegpläne. 50 Prozent der Zeit ist für die Allgemeinheit reserviert. Die andere Hälfte wird hauptsächlich von den beiden Schwimmvereinen und den Schulen genutzt“, so Deli weiter.
In Zahlen bedeutet das, dass bei 558 Bahnstunden rund 275 Stunden für die Bevölkerung zum Schwimmen zur Verfügung stehen, dabei kann das Wochenende nahezu zur Gänze für Publikumsschwimmen genutzt werden.

Optimale Rahmenbedingungen

Anton Aufner, Präsident des burgenländischen Schwimmverbandes berichtet: „Das Hallenbad ist nicht nur eines der wichtigsten Zentren für den Schwimmsport, sondern auch eines der beliebtesten Bäder im Burgenland“, so Aufner, der weiter betont: „Wichtig ist, dass die Bevölkerung und im Speziellen unsere Jugend die optimalen Rahmenbedingungen für das Schwimmen vorfindet – und das ist mit dieser Sanierung garantiert. Sport ist wichtig, aber Schwimmen ist lebenswichtig. Unsere Kinder müssen gut schwimmen können.“

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