St. Margarethen feiert
Passionsspiele enden mit neuem Rekord – ein Erfolg für „Mirjam“
- Das Finale der Passionsspiele St. Margarethen 2026 sorgte für Emotionen – alle Mitwirkenden überraschten den scheidenden Spielleiter und Pfarrer Richard Geier zum Abschied mit ganz vielen Herzen und einem Lied.
- hochgeladen von Sandra Koeune
Mit der 17. und letzten Vorstellung ist am Wochenende die Jubiläumsproduktion der Passionsspiele St. Margarethen zu Ende gegangen. Rund 27.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten heuer die Inszenierung „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ im Steinbruch St. Margarethen. Das entspricht einem Plus von rund 40 Prozent gegenüber den Passionsspielen im Jahr 2022.
ST. MARGARETHEN. Zum 100-jährigen Bestehen der Passionsspiele wurde die Geschichte von Leben, Leiden, Tod und Auferstehung Jesu erstmals aus weiblicher Perspektive erzählt. Im Mittelpunkt stand Mirjam, besser bekannt als Maria Magdalena, die zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen auf Jesu Wirken zurückblickt. Autor des neuen Passionstextes ist Spielleiter und Pfarrer Richard Geier, Regie und Bühnenbild stammen von Manfred Waba, die Musik komponierte Albin Rudisch.
Abschied in St. Margarethen
Bei der Abschlussfeier zeigte sich Geier zufrieden mit der Resonanz auf die Neuinterpretation. Trotz des mutigen Zugangs sei es gelungen, viele Menschen für die Passionsgeschichte zu begeistern und zugleich den Frauen in der Kirche eine stärkere Stimme zu geben. Sein Dank galt dem gesamten Team sowie den zahlreichen Mitwirkenden, die das Jubiläumsprojekt möglich gemacht hätten. „27.000 Besucher:innen konnten wir mit unserer doch etwas gewagten Neuinterpretation der Geschichte Jesu begeistern. Wir konnten ihnen die Geschichte Jesu näherbringen und in Gestalt der Mirjam auch den Frauen in der Kirche ein Stück weit eine Stimme geben", so Geier.
- Regisseur Manfred Waba, Jesus-Darsteller Andreas Schalling, Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, Jesus-Darsteller Rupert Kugler und Spielleiter und Pfarrer Richard Geier bei der Abschlussfeier.
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Für Geier markiert das Ende der Passionsspiele zugleich einen persönlichen Abschied. Er verlässt mit Ende August die Pfarre St. Margarethen und übernimmt künftig die Pfarre Pinkafeld. Seine Nachfolge tritt mit 1. September Julian Heissenberger an.
St. Martins-Orden in Gold
Für eine besondere Überraschung sorgte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens zeichnete er den Verein der Passionsspiele St. Margarethen mit dem St. Martins-Orden in Gold aus – einer der höchsten Ehrungen der Diözese Eisenstadt. Der Bischof würdigte die Passionsspiele als weit mehr als ein kulturelles Ereignis. „Die Passionsspiele sind weit mehr als ein künstlerisches Ereignis. Rund 500 Mitwirkende bringen Zeit, Talent und Engagement ein und machen sichtbar, wie Glaube in Gemeinschaft wächst", so Zsifkovic. Stellvertretend für alle Beteiligten nahm der Vorstand der Passionsspiele rund um Geier die Auszeichnung entgegen. Zudem erhielt jede Mitwirkende und jeder Mitwirkende eine persönliche Dankeskarte des Bischofs.
Vorbereitung für Passio 2031
Nach dem Ende der Jubiläumssaison gönnt sich der Verein zunächst eine kurze Verschnaufpause. Die Vorbereitungen für die nächsten Passionsspiele, die im Jahr 2031 stattfinden sollen, werden jedoch bereits in den kommenden Jahren beginnen.
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