16.11.2016, 11:55 Uhr

63 Stunden unter Wasser: Tauchdienst probt für Ernstfall

(Foto: Tauchdienst)

Der Feuerwehrtauchdienst arbeitet, wo anderen die Luft ausgeht

37 Einsatztaucher zählt der Tauchdienst Burgenland, zwei bis fünfmal pro Jahr muss dieser ausrücken. 28 Feuerwehrtaucher, davon acht aus dem Bezirk Eisenstadt, trafen sich Ende Oktober, um miteinander eine alljährliche Ausbildungswoche am Attersee abzuhalten.

Optimale Voraussetzungen

Fünf Einsätze pro Jahr klingt nicht viel, jedoch können geringste Fehler der Feuerwehrtaucher massive Auswirkungen nach sich ziehen. Aus diesem Grund wurde der Schwerpunkt des Tauchlagers auf Weiterbildung und Wissensvertiefung ausgelegt. Vom Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverband wurden den burgenländischen Tauchern beste Voraussetzungen geboten, um sämtliche Übungen bestmöglich planen und umsetzen zu können.

Ausbildung im Fokus

Das Übungsprogramm des Feuerwehrtauchdiensts erstreckte sich über das komplette praktische Spektrum der Anforderungen im Tauchdienst, gepaart mit der Auffrischung des theoretischen Wissens.
Im praktischen Bereich wurden die Schwerpunkte Notaufstieg, Arbeiten mit Werkzeug unter Wasser oder Navigation bei Nacht beübt. Im theoretischen Part referierte ein Taucharzt in einem halbtägigen Fachvortrag über allgemeine Tauchmedizin.

Kirby-Morgan

Ein wichtiger Teil der Ausbildung war der Umgang mit dem Helmtauchsystem mit Oberflächenversorgung. Aufgrund dieser komplexen Ausrüstung ist der regelmäßige Umgang mit diesem „Kirby-Morgan“-System eminent wichtig, um im Einsatzfall einen sicheren und effektiven Umgang gewährleisten zu können.

Positive Bilanz

Der Tauchdienst konnte nach dem Lager am Attersee erfolgreiche Bilanz ziehen. 158 unfallfrei durchgeführte Tauchgänge bedeuten eine neue Höchstleistung. Dabei wurde eine Zeit von 62 Stunden und 45 Minutn unter Wasser geübt und bearbeitet und eine Luftmenge von knapp unter 200.000 Liter Atemluft verbraucht.
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