18.03.2017, 23:59 Uhr

Pinkafeld gelang unerwarteter 4:2-Auswärtssieg beim Tabellendritten Klingenbach

SC Pinkafeld gewann auch das zweite Meisterschaftsspiel der noch jungen Saison
Gemeinde Klingenbach: Sportplatz |

Ein hart umkämpfter 4:2-Auswärtssieg gelang dem SC Pinkafeld im Nordburgenland in Klingenbach beim Tabellendritten der Burgenlandliga. Beide Mannschaften lieferten sich vor allem in Halbzeit Zwei einen Kampf mit offenem Visier, wobei es den Pinkafeldern erst in der Nachspielzeit endgültig gelang, die drei Punkte in trockene Tücher zu bringen.

Halbzeit Eins litt an den schlechten äußeren Bedingungen

Das schlechte Wetter, und hier vor allem heftige Windböen, erwies sich in den ersten 45 Minuten als Spielverderber. Da auch die beiden Abwehrreihen in dieser Phase hellwach waren, ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

Dabei hatten zuvor beide Mannschaften jeweils eine hochkarätige Chance vorgefunden. Auf Seiten der Klingenbacher war es ihr Kapitän Philipp Grafl, der mit einem gut angetragenen Freistoßball Pinkafelds Schlussmann Patrick Buchegger alles abverlangte.
Auf der Gegenseite hatte Rok Smid das Führungstor auf dem Fuß, als er nach Vorarbeit von Michael Oberrisser in aussichtsreicher Position die Chance auf das Führungstor vergab.

In Halbzeit zwei ging die Post ab

Nachdem in den ersten 45 Minuten wegen des starken Windes kein gutes Fußballspiel möglich war, änderte sich dies nach Abflauen der Windböen grundlegend. Pinkafelds Torjäger Anze Kosnik setzte ein erstes Ausrufezeichen gleich nach Wiederbeginn, als er sich einen Flankenball von Christoph Saurer nicht mehr abnehmen ließ und trotz Klingenbacher Gegenwehr deren Schlussmann Ondrej Bednar bezwang.

Aber auch der Tabellendritte war an diesem Tag topmotiviert. Der Ausgleich durch Thomas Klemenschitz, nachdem die Gästeabwehr eine Situation vor dem eigenen Tor nach einem Freistoß nicht bereinigen konnte, erfolgte wenig später. Der Klingenbach-Zug nahm weiter an Fahrt auf und es schien nur mehr eine Frage der Zeit zu sein, bis die Einheimischen in Führung gehen würden.

Aber die junge Pinkafelder Mannschaft meldete sich eindrucksvoll zurück. Während Christoph Saurer und Michael Pahr in Minute 66 noch scheiterten, gelang Neuzugang Saurer und Mithilfe von Domen Konsik der neuerliche Führungstreffer. Als Anze Kosnik vier Minuten später mit seinem zwölften Saisontor nachlegte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Aber den Hausherren gelang durch Filip Chromy umgehend der Anschlusstreffer.

Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Man schrieb schon die Nachspielzeit als das Pendel in der Person von Florian Prochazka endgültig in Richtung Pinkafeld ausschlug. Der Pinkafelder Wechselspieler machte mit dem 4:2 den Sack endgültig zu. Heftige Zuschauerproteste wegen vermeintlichen Abseits wurden durch den Videobeweis widerlegt. Das Schiriteam rund um Schiedsrichter Cezar Iacob hatte mit seiner Entscheidung richtig gelegen und Pinkafeld mit einem korrekten Tor einen etwas unerwarteten Auswärtssieg abgesichert.

Pinkafeld unter den Top-Ten der Burgenlandliga

Mit diesem Auswärtssieg gelang dem SC Pinkafeld ein temporärer Vorstoß auf Platz acht der Tabelle. Mit Anze Kosnik und Lukas Kirnbauer gilt es aber zwei Spieler wegen einer Gelbsperre im nächsten Spiel gegen die SVM Amas vorzugeben. Nichtsdestotrotz war es ein großer Schritt für die junge Mannschaft in Richtung Klassenerhalt, der in den letzten Jahren stets erst ganz am Schluss der Meisterschaft geschafft werden konnte.

Für die Hausherrn aus Klingenbach wirkte sich dieser Betriebsunfall weiter nicht allzu negativ aus, denn Platz drei ist gut abgesichert und die Tuchfühlung zur Spitze bleibt auch trotz der Heimniederlage erhalten.

SCP-Trainer Thomas Pratl meinte nach dem Spiel: „Dieser Auswärtssieg beim Tabellendritten war einerseits mehr als ein Ausrufezeichen, denn wir konnten einer Top-Mannschaft, die bis jetzt in neun Heimspielen nur acht Gegentreffer erhalten hatte, gleich vier Tore zufügen. Andererseits wissen wir aber auch, dass wir noch nichts erreicht haben. Auch gilt es die beiden Standardsituationen, die zu den Gegentreffern geführt haben, genau zu analysieren. Aber heute wird erst einmal gefeiert, die harte Arbeit beginnt dann wieder am Montag, um für das nächste Heimspiel top vorbereitet zu sein."
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