Großes Keniaprojekt
Hofkirchner setzt sich für Bildung in Kenia ein
- Michael Machreich mit seiner Frau Roswitha und einem ihrer 130 Patenkinder.
- Foto: Machreich
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Mit dem Sommersemester 2006 hat Michael Machreich aus Hofkirchen am BRG Traun ein Keniaprojekt gestartet. Das Ziel: kenianischen Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Schulausbildung finanzieren und besonders Motivierten ein Studium ermöglichen.
HOFKIRCHEN, KENIA. "Zuerst haben wir nur zwei Student:innen die Ausbildung bis zum Universitätsabschluss bezahlt, danach stieg die Zahl der Student:innen jährlich bis auf über zwanzig an. In diesem Bereich arbeiten wir mit einer Kenianerin eng zusammen, die mit einem ehemaligen Lehrer unserer Schule verheiratet ist", erzählt der Lehrer und Projektleiter.
- Die "Primary School" ist aus Spendengeldern finanziert.
- Foto: Machreich
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Zusammenarbeit mit "Arbing meets Afrika"
Seit 2018 hat Machreich mit seinem Projekt mit dem Verein Arbring meets Afrika arbingmeetsafrica.at einen zusätzlichen Partner. Diese NGO – Nichtregierungsorganisation – trägt das österreichische Spendengütesiegel, wodurch Spenden steuerlich absetzbar sind. "Wir unterstützten den Verein jahrelang beim Aufbau ihrer primary school – jährlicher Ankauf von Büchern, Investitionen in die Infrastruktur: Schulküche, … –und bezahlen dort für ungefähr 120 Kinder Schulgebühren und zwei warme Mahlzeiten am Tag", so der Hofkirchner.
2024: 70.000 Euro Spenden gesammelt
In Kenia ist der Besuch der Pflichtschulen zwar gratis, aber die öffentlichen Schulen seien schlecht. Meist befinden sich 60 Kinder oder mehr in einer Klasse. "Nur der Besuch einer Privatschule oder einer NGO-Schule erhöht die Chancen auf eine bessere Zukunft."
Im Herbst 2024 haben Machreich und "Arbing meets Afrika" mit dem Bau einer secondary school – also Sekundarstufe – begonnen. Sie wird in ihrem Namen die Stadt Traun beinhalten, weil das BRG Traun zu den Hauptsponsoren zählt und alleine im Jahr 2024 Spendengelder in der Höhe von 70.000 Euro der NGO zur Verfügung gestellt hat.
- Bau der neuen secondary school, in der es eine Hofkirchen Klasse geben soll.
- Foto: Machreich
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Auch die benachbarte Community profitiert immer wieder von dem Kenia-Projekt. "Unter anderem haben wir 2024 ein Wasserprojekt in Angriff genommen, damit die umliegenden Nachbarn das Wasser nicht mehr vom Bach holen müssen."
"Langfristig und sinnvoll helfen"
Drei Dinge sind Machreich und dem BRG Traun bei ihrem Projekt besonders wichtig. Bei der Hilfsaktion soll es sich nicht um einen reinen Spendenaufruf handeln, sondern die Schüler:innen sollen durch konkretes Tun – als ganze Klasse eine Hilfsaktion organisieren und abwickeln – finanzielle Mittel erarbeiten. Die Schüler:innen bekommen Kontakt mit der afrikanischen Kultur, der Lebensfreude und dem Zusammenhalt. "Wir wollen ihnen nicht nur von der Not in Kenia erzählen, sondern auch von den schönen Seiten. Deswegen veranstalten wir immer wieder Events mit Afrikaner:innen an der Schule."
Der dritte essenzielle Punkt: "Wir wollen ausgehend vom Teufelskreis der Armut das erarbeitete Geld so investieren, damit langfristige und sinnvolle Hilfe möglich wird."
Bereits 400.000 Euro erwirtschaftet
Der Großteil der Spenden kommt von privaten Gönnern und vor allem aus dem Engagement der einzelnen Klassen, die mit ihren kreativen Projekten für Einnahmen sorgen. Gemeinsam konnten in den letzten Jahren durch Hilfsaktionen wie Konzerte, Autowaschaktionen, Zeitungsverkauf, Buffets oder Märkte mittlerweile knapp 400.000 Euro erwirtschaftet werden. "Auf Schulebene ist das in Oberösterreich wahrscheinlich einzigartig", so Machreich.
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