"Es ist frustrierend"
Favoritner räumte Müll von der Straße, es blieb nicht lange sauber
- Das Grätzl des Favoritners war von Müll übersät. Der Engagierte räumte auf, doch der saubere Zustand hielt nicht lange.
- Foto: zVg
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Ein Favoritner versuchte, sein Grätzl rund um die Inzersdorfer Straße sauber zu machen. Doch er musste feststellen: Tage später sah es so aus, als wäre nie gesäubert worden.
WIEN/FAVORITEN. Immer wieder beschweren sich Favoritnerinnen und Favoritner, im Bezirk liege zu viel Müll auf dem Boden. Gleich oft gibt es engagierte Bürgerinnen und Bürger, die versuchen, ihr Grätzl wieder sauberzumachen.
So auch ein Favoritner, der nahe der Inzersdorfer Straße wohnt. Er hat bei einer Aufräumaktion mit anderen Freiwilligen aus der Nachbarschaft teilgenommen. Doch zu seinem Verdruss musste er feststellen: "Schon wenige Tage später war es wieder schmutzig, als hätten wir nie gesäubert."
"Frustrierend"
"Wir haben viel Zeit und Mühe investiert, um das Erscheinungsbild und die Sauberkeit der Nachbarschaft zu verbessern. Umso frustrierender ist es, dass diese Bereiche so schnell wieder vermüllt sind", schreibt er in einer Mail an die zuständige Magistratsabteilung 48. MeinBezirk liegt der Text vor.
Die Schuld gibt er seinen Mitmenschen in Favoriten. Er erzählt MeinBezirk von einer Frau, die er öfters dabei beobachtet hätte, wie sie den Kot ihres Hundes nur mit einem Papiertuch aufputzt und dieses dann in die Wiese wirft.
- Meistens sind Menschen aus dem Bezirk für den herumliegenden Müll verantwortlich.
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Weiters berichtet er von einem Lebensmittelladen in der Straße. Dieser habe sich zu einem Treffpunkt der Community entwickelt, vor der Tür werde geraucht, getrunken, gegessen – der Müll bleibe immer liegen. Von der Magistratsabteilung wünscht er sich eine verstärkte Präsenz der Waste Watcher in der Inzersdorfer Straße.
Schwerpunktaktion der Behörde
Die MA 48 bestätigt eine Beschwerde aus der Bevölkerung zu Müllaufkommen im Bereich. Daraufhin hätte man Ende mit einer Schwerpunktaktion der Waste Watcher reagiert, bei der aber keine Verstöße gegen das Reinhaltegesetz festgestellt werden konnten. "Die WasteWatcher werden in nächster Zeit verstärkt weiterhin ein Auge auf diesen Bereich haben." Unabhängig davon werde die Inzersdorfer Straße mehrmals pro Woche gereinigt, die Straße sei aber unauffällig.
Meldungen wie jene des Bewohners der Inzersdorfer Straße erreichen MeinBezirk ständig. So steht MeinBezirk in regelmäßigem Kontakt zu einem Anrainer. Dieser schickte Fotos von illegal abgestelltem Sperrmüll, auf dem Boden liegende Kleidung und Plastiksackerl, welche die Grünbeete schmücken.
Positive Nachrichten
Die Zuständigkeit für den Müll ist kompliziert. Allgemein räumt die MA 48 auf, für Grünbeete ist die Magistratsabteilung 42 – Stadtgärten zuständig, Gehwege fallen in die Obhut der Anrainerinnen und Anrainer. Oft würde der Wiener Wind den Müll von den Sammelstellen auf die Straße tragen und so Chaos stiften, wurde MeinBezirk bei einer früheren Anfrage von der Behörde erklärt.
Am Ende liegt die Verantwortung auch bei der Bevölkerung. Müll nicht auf den Boden, sondern 20 Meter weiter in die nächste Tonne, Zigaretten in den Aschenbecher, Hundekot ins Sackerl fürs Gackerl.
Der Favoritner, der sich über das Müllaufkommen beschwerte, bat darum, den Artikel positiv zu beenden: "Es gibt genug schlechte Nachrichten über Favoriten. Es ist auch schön zu sehen, dass sich hier immer wieder Leute treffen und versuchen, gemeinsam den Bezirk sauber zu machen. Dass es auch gute Initiativen gibt, das ist wichtig."
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