Das berüchtigte "Hängetrauma"
Kletterausflug mit schweren Folgen

- Foto: LANDESPOLIZEIDIREKTION VORARLBERG
- hochgeladen von Isabelle Cerha
Vier Kletterer bestiegen den Klettersteig in der Örflaschlucht in Götzis, einer fiel aus Erschöpfung ins Seil und erlitt das berüchtigte Hängetrauma
Vier tschechische Staatsangehörige wanderten am Abend des 8.10.2023 durch die Örflaschlucht in Götzis zum dortigen Klettersteig. Diesen bestiegen sie mit unzureichender Ausrüstung bis fast zum Ausstieg. Da einer aus der Gruppe den Klettersteig nicht weiter bewältigen konnte, stieg die Gruppe wieder ab. Beim Abstieg stürzte ein 45jähriger aus der Gruppe auf Grund von Erschöpfung ins Seil, blieb kopfüber hängen und konnte von den anderen nicht aus der misslichen Lage befreit werden.
Das Hängetrauma
Als Hängetrauma bezeichnet man einen Schockzustand welcher durch zu langes Hängen in eben einem Seil oder einem Gurt-, Gurtsystem herbeigeführt wird. Das Blut versackt in die herabhängenden Körperteile. Der Körper reagiert mit einer Verengung der Blutgefäße, um so den Blutdruck wieder zu steigern. Auch können Einschnürungen der Extremitäten vorkommen. Ein Hängetrauma führt zu einem Schockzustand des Körpers.
3-stündige Bergeaktion
Beim Eintreffen der Bergrettung war der Verunfallte, der ein Hängetrauma erlitten hatte, bereits bewusstlos. In einer aufwendigen 3-stündigen Bergeaktion konnte die Person mit einer Trage aus der senkrechten Wand geborgen werden. Im Anschluss wurde der Geborgene mit schweren Verletzungen ins LKH Rankweil eingeliefert.
Einsatzgruppe
Im Einsatz waren 15 Personen der Bergrettung Hohenems, 22 Personen der Bergrettung Rankweil, 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Götzis, sowie drei Polizisten.




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