Dieser Tag gehört den Frauen

Der 8. März ist der Weltfrauentag. Drei Damen diskutieren über das Frausein.

Von ALEXANDER WABNIG
Die Situation der Frauen rückt der morgige Weltfrauentag in den Mittelpunkt. Die WOCHE bat drei junge Feldkirchnerinnen zum „runden Tisch“ über das Frausein.
„Die Rolle der Frau ist nicht mehr so wie früher“, eröffnet Kerstin Egger die Diskussionsrunde. „Aber gerade Österreich liegt noch weit hinten. Anderswo wird die Arbeit nach Leistung gezahlt, nicht nach Geschlecht“, ergänzt Jeanette Daniel. Vor allem Diskriminierungen machen den jungen Damen zu schaffen. „Das fängt bei Bewerbungsgesprächen an, wo man gefragt wird, ob man schwanger ist, oder es vorhat in nächster Zeit zu werden“, schildert Andrea Kuster persönliche Erfahrungen. Qualifikationen sind oft nicht das einzige Auswahlkriterium, sind sich alle drei sicher.

Dreifache Belastung
Das Mutterwerden ist überhaupt ein Thema, das gerade die jungen Frauen heute bewegt. „Mit 20 Jahren macht man sich schon Gedanken, wie Karriere und Kinder unter einen Hut zu bringen sind“, erklärt J. Daniel. Kopfzerbrechen bereitet die dreifache Belastung „Beruf-Kind-Haushalt“. „Frauen sollen kochen, putzen, sich um die Kinder kümmern und Geld verdienen“, so Kuster. „Die Aufgaben müssen gerechter verteilt werden“, nennt Egger Lösungen. Von der typischen Rollenverteilung Mann-Frau hält sie nichts: „Unsere Generation ist sehr selbstbewusst und unabhängig.“. Von einem schwachen Geschlecht also keine Spur. Ganz im Gegenteil: „Wir fühlen uns zumindest gleich stark.“ Zum Abschluss ein Appell an die Männerwelt: „Mann sollte Frau respektieren und unterstützen.“

Es diskutierten
Jeanette Daniel
Geboren am: 15. März 1990
Beruf: Studentin
Hobbys: Tanzen, Lesen, Volleyball

Kerstin Egger
Geboren am: 22. April 1991
Beruf: Studentin
Hobbys: Tanzen und Tennis

Andrea Kuster
Geboren am: 28. April 1988
Beruf: Kellnerin
Hobbys: Lesen, Sport, Tanzen

Der Weltfrauentag jährt sich heuer in Österreich zum 101. Mal.
Die Idee kam aus den USA. Dort fand der erste Frauentag 1909 statt.
In Europa machte Clara Zetkin ihn populär.
Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz erstmals gefeiert.
Am 8. März 1917 streikten in Russland Arbeiter-, Soldaten- sowie Bauernfrauen und lösten die Februarrevolution aus.
Ihnen zu Ehren wurde der 8. März ein internationaler Gedenktag.
Ursprung könnte der Streik von Textilarbeiterinnen am 8. März 1857 in New York sein.
Der Weltfrauentag steht für den Kampf um Gleichberechtigung und die Unabhängigkeit der Frauen.

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