Viel Schatten, aber auch Licht!

Hochrangige Delegation: Heimo Penker, Johannes Arnold (WKK-Sparten-GF), Robert Punkenhofer, Hannes Kuschnig, Reinhard Iro
  • Hochrangige Delegation: Heimo Penker, Johannes Arnold (WKK-Sparten-GF), Robert Punkenhofer, Hannes Kuschnig, Reinhard Iro
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Spanien ist eine der zehn größten Volkswirtschaften der Welt, wenngleich es 2009 und 2010 nach dem Platzen der Immobilienblase 2007 einen dramatischen Wirtschaftseinbruch hinnehmen musste – Arbeitslosenraten jenseits der 20 Prozent sind ein deutliches Zeichen. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt sogar bei 45 Prozent – damit sind die Iberer Schlusslicht in der OECD.
Der Außenhandel mit Österreich ist auch nie richtig in Schwung gekommen. – Gerade einmal 0,8 Prozent der spanischen Importe kommen aus der Alpenrepublik. Spanien ist damit nicht einmal unter den Top 10 der österreichischen Handelspartner 2010. Wobei sich Licht am Ende des Tunnels abzeichnet: 2010 nahm der Außenhandel endlich Fahrt auf – heuer sollen Waren im Wert von zwei Milliarden Euro über die Pyrenäen geliefert werden.

Delegation inspizierte Lage
Eine hochrangige Delegation der Wirtschaftskammer Kärnten mit den Spartenobleuten Reinhard Iro (Industrie), BKS-Vorstand Heimo Penker (Banken) sowie Uniqa-Chef Hannes Kuschnig (Versicherungen) erkundigte sich kürzlich im wirtschaftlich lohnendsten Teil Spaniens, Kataloniens Metropole Barcelona, über Spaniens Versuche, die Wirtschaft wieder aufzurichten, um damit Potenziale für Kärntens Unternehmen auszuloten.
46 Millionen Spanier, davon 7,3 Millionen Katalanen, sind ein attraktiver Markt. Anders als hierzulande wächst Kataloniens Bevölkerung – um zwölf Prozent in sechs Jahren. 1.663 Österreicher, darunter etliche Kärntner, leben in Katalonien, 80 Prozent davon in Barcelona.

80 Anfragen aus Kärnten
Und das Interesse der Kärntner an Spanien ist groß: Allein der Chef der Außenhandelsstelle Barcelona, Robert Punkenhofer, berichtet von 80 Anfragen von Kärntner Unternehmen. In Barcelona sind eine Reihe heimischer Unternehmen angesiedelt – KTM, Swarovski, AVL, Tyrolit, Bene und Böhler-Uddeholm, um nur einige zu nennen.
Eines interessierte die Geld-Experten aus Kärnten besonders: Auf welch (un)sicheren Beinen stehen Spaniens Banken? Die Antworten waren überraschend: Prof. Eduardo Martinez Abascal, Finanzexperte der berühmten IESE-Wirtschafts-Universität, macht die Immobilienblase – bis zu 1,2 Millionen Wohnungen sollen leer stehen – verantwortlich für die Schieflage – Euro und Banken sieht er nicht in Gefahr. Matthias Bulach von der Caixa-Bank betont, dass Spanien, anders als Griechenland, mit nur 60,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verschuldet ist (Griechenland: 142,8 %).

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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