Help-24
24-Stunden-Betreuung in Zeiten des Coronavirus

Für die 24-Stunden-Pflege ist die aktuelle Situation eine ganz besondere Herausforderung. Bei Help-24 steht das Wohlergehen der Kunden stets im Vordergrund.
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  • Für die 24-Stunden-Pflege ist die aktuelle Situation eine ganz besondere Herausforderung. Bei Help-24 steht das Wohlergehen der Kunden stets im Vordergrund.
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In Zeiten des Coronavirus herrscht in allen Bereichen Ausnahmezustand. Vor allem in der 24-Stunden-Pflege gibt es ganz besondere Herausforderungen. Die 24-Stunden-Betreuung Vermittlungsagentur Help24 GmbH aus Floridsdorf berichtet über die aktuelle Situation.

FLORIDSDORF. Rund 66.000 Betreuungskräfte pendeln im Normalfall zwischen Österreich und ihren Heimatländern. Die 24-Stunden-Betreuung Vermittlungsagentur Help-24 GmbH zeigt, wie diese Ausnahmesituation zum jetzigen Zeitpunkt – zum Schutz der am höchsten gefährdeten Gruppe – dennoch bewältigt werden kann.

„Fakt ist, dass viele Betreuungskräfte zurzeit nicht ausreisen können, weil die Grenzen dicht sind oder sie zu Hause in Quarantäne gehen müssten. Auf Grund des Verdienstentganges ist das für viele BetreuerInnen allerdings keine Alternative“, so Christian Wegscheider, Geschäftsführer von Help-24 GmbH. „Also sind viele in Österreich geblieben, bevor die Grenzen geschlossen wurden. Wofür wir sehr dankbar sind, weil ansonsten von heute auf morgen das System zusammengebrochen wäre.“

Sichere Pflege - geringe Ansteckungsgefahr

Generell ist das Modell der 24-Stunden-Betreuung ein sehr sicheres, was die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus betrifft. Anders als in Pflegeheimen betreut hier nur eine Betreuungskraft einen zu Betreuenden. Das Virus kann sich somit nicht weiterverbreiten, sofern die Betreuungskraft ebenso nicht das Haus verlässt. Das kommt in der Regel sowieso nur eingeschränkt vor.

Help-24, mit Sitz in Floridsdorf, hat bereits vor mehr als zwei Wochen mit den Angehörigen der zu betreuenden Personen persönlichen Kontakt aufgenommen, um herauszufinden wer im Notfall die Betreuung übernehmen oder Besorgungen und Einkäufe erledigen kann. Mit dieser Bestandsaufnahme konnte sich die Vermittlungsagentur darauf einstellen, organisieren und Szenarien erarbeiten. Seitdem gibt es auch einen laufenden Kontakt mit anderen Agenturen, dem Gesundheitsministerium und der Wirtschaftskammer.

Im Pflege-Dauereinsatz für die Kunden

Alle Mitarbeiter bei Help-24 sind jetzt im Dauereinsatz für die Kundinnen und Kunden und die Betreuungskräfte. "Wir halten laufenden Kontakt zu ihnen und unterstützen sie, wo wir nur können. Wo Angehörige jetzt selbst Tätigkeiten übernehmen können, schaffen wir freie Kapazitäten für eventuelle Engpässe", so Wegscheider. Eine wichtige Anlaufstelle sind die Kranken- und Gesundheitspflegefachkräfte (DGKPs), die sowohl Kunden als auch Angehörige beruhigen, informieren, Hilfestellung, konkrete Ratschläge und pflegerische Anweisungen übers Telefon oder per Mail geben und rund um die Uhr erreichbar sind.

"Wo keine Angehörigen für Einkäufe oder andere Besorgungen (z.B. Medikamente) zur Verfügung stehen, übernimmt das Help-24. Hauptsache unsere Betreuungskräfte bleiben jetzt zu Hause bei der zu betreuenden Person. Das ist das Allerwichtigste", so Wegscheider.

Pflegekräfte leisten Außergewöhnliches

Was man bei all dem nicht vergessen dürfe, so Wegscheider, sei auch der immense Druck, dem die Pflegekräfte selbst ausgesetzt sind. Ihre Familien sind weit weg, was gerade in dieser schwierigen Situation schwer zu verkraften ist. "Für jeden von uns ist der Ausnahmezustand auf Grund des Coronavirus jetzt eine große Belastung, aber für 24-Stunden-Betreuungskräfte ist das noch ein Stück mehr. Diese Menschen leisten jetzt Außergewöhnliches!"

Aktuell arbeitet die Bundesregierung gemeinsam mit der Wirtschaftskammer an einer Lösung. Einerseits werden ehemalige Zivildiener rekrutiert, um kurzfristige Engpässe überbrücken zu können und andererseits versucht man gerade Betreuer aus Rumänien bzw. Bulgarien über den Luftweg nach Österreich zu bringen.

Coronavirus: Quarantäne für Betreuer

Bevor Betreuer allerdings zu den zu betreuenden Menschen dürfen, müssen sie einen maximal drei Tage alten negativen Corona-Test aus ihrem Heimatland vorweisen oder in Österreich 14 Tage in Quarantäne verbringen. Hotels seien angeblich schon für diesen Fall vorbereitet. Ab Anfang April könnten diese dann bezogen werden. "Eine vielversprechende Lösung", wie Wegscheider findet. Derzeit müsse man von dieser Variante bei Help-24 jedoch noch keinen Gebrauch machen.

Christian Wegscheider´ ist es wichtig, den Einsatz der Pflegekräfte einmal mehr hervorzuheben: "Ein großes Dankeschön an alle, die jetzt mitanpacken und Verständnis zeigen. Leider müssen wir damit rechnen, dass dieser Zustand noch einige Wochen dauern wird. Halten wir zusammen. Gemeinsam schaffen wir das!“

Zur Sache

Help-24 GmbH mit Firmensitz in Floridsdorf betreut seit 2012 mehr als 300 Pflegebedürftige. Rund 120 Pflegerinnen und Pfleger sind im Dauereinsatz für Menschen, die zu Hause Betreuung benötigen. "Freude am Leben" lautet das Prinzip von Help-24. Alle Infos erhalten Sie unter www.24-stunden-pflege-betreuung.at

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