Interview
Ich lebe an einem Traumort

Der nebenberufliche Kabarettist lebt immer schon in Floridsdorf und kann sich keinen schöneren Ort vorstellen.
  • Der nebenberufliche Kabarettist lebt immer schon in Floridsdorf und kann sich keinen schöneren Ort vorstellen.
  • Foto: Andreas Ferner
  • hochgeladen von Sabine Primes

Andreas Ferner ist Lehrer, Kabarettist, Schauspieler, Moderator und eingefleischter Floridsdorfer.

FLORIDSDORF. An der Alten Donau, in der Nähe des Gasthauses Birner und dem Kinzerplatz, hat Andreas Ferner sein Refugium gefunden. Geboren wurde er 1973 am Alsergrund, weil es in Floridsdorf kein Spital gab, das Geburten durchführte. Bis heute gibt es das nicht, denn auch im Floridsdorfer Spital werden keine Geburten durchgeführt. Seine Eltern kamen beide vom Land und sind „zuag’raste“ Floridsdorfer. "Ich wurde nach der Geburt gleich in den 21. Bezirk verfrachtet und bin bis heute hier geblieben – wenn auch mit kurzer Unterbrechung", scherzt er.

Ein Jahr wohnte er mit seiner jetzigen Frau in Hernals, kehrte jedoch nach Floridsdorf zurück. Es fehlten ihm die vielen Grünflächen, die – gerade mit Kindern – eine ideale Lebensumgebung sind. Verglichen mit anderen Städten empfindet er es als Privileg, in einem Stadtteil zu wohnen, der so viel für die Menschen zu bieten hat – und das kostenlos. "Wien ist nicht umsonst die lebenswerteste Stadt der Welt", findet er.

Aufwachsen in Floridsdorf

Der heutige HAK-Lehrer besuchte die Henry-Durant-Volksschule, danach das Gymnasium in der Franklinstraße. Der Floridsdorfer Aupark, die Donauinsel und der Jugendtreff „Zoo“ hinter dem heutigen Turek-Center am Franz-Jonas-Platz waren das Grätzel seiner Jugend. "Früher war Floridsdorf ein Dschungel. Als Kind dort aufzuwachsen war ein Abenteuer." Und obwohl es noch immer viele Grünflächen gibt, würde er sich wünschen, dass der Bezirk nicht so rasant weiter verbaut wird. Denn als Vater zweier Kinder liegt es ihm natürlich am Herzen, dass sich seine Familie dort wohlfühlt.
„Ich habe die Alte Donau direkt vor meiner Haustür. Das bietet natürlich tolle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung." Da er beruflich sehr ausgelastet ist, bemüht er sich um regelmäßigen Sport. „Wenn ich Zeit habe, gehe ich Laufen und Fußball spielen.“ Neben dem Sport genießt er gern gutes Essen.
Seine Lieblingslokale sind das „Wasabi“ auf der Donaufelder Straße, „La Crêperie“ an der Alten Donau und das "Wirtshaus am Wasserpark". Für seine vielen Berufe muss er den geliebten Bezirk jedoch oft verlassen. Am 19. Jänner zieht es ihn in den Nachbarbezirk Donaustadt, wo er als Kabarettist im Orpheum auftreten wird.

Ein Lehrer als Kabarettist

Sein viertes Solo-Programm erzählt Pointen aus 40 Jahren Schulzeit – als Schüler, Student und Lehrer. Gleichzeitig thematisiert es aber auch Bildungspolitisches. "Es ist ein emotional aufgeladenes Thema, zu dem jeder Bezug hat und worüber man bei mir herzhaft lachen kann.“

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