08.11.2016, 11:22 Uhr

Am Spitz: Mehr Kunst und Kultur für leere Geschäfte

Das Team der Serviceagentur Kreative Räume Wien hat bereits 400 Projekte mit über 1200 Künstlern betreut. (Foto: Kreativ Räume Wien)

Die Serviceagentur "Kreative Räume Wien" will rund um Am Spitz neue Ideen umsetzen.

FLORIDSDORF. „Eine lebendige Stadt braucht lebendige Räume. Während auf der einen Seite Lokale und andere Räumlichkeiten ungenutzt bleiben, suchen zahlreiche Kulturschaffende, Kreative, Unternehmer, aber auch Grätzelinitiativen Möglichkeiten, ihren eigenen Traum und ihre eigenen Vorstellungen zu verwirklichen“, begrüßt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou die Initiative der neuen Vernetzungsplattform. Diese wurde anfangs des Jahres von der Stadt initiiert und hat als Ziel die nachhaltige Belebung von bestimmten Gebieten. Eines der Fokusgebiete ist der Floridsdorfer Spitz. Astrid Bader, Geschäftsführerin Bader & Team und Mitgründerin der Kreative Räume Wien: „Hier sind verstärkt Aktivitäten des Bezirks, auch in Richtung Blocksanierungen, konkrete lokale Initiativen, verstärkte Tätigkeiten der jeweiligen Gebietsbetreuungen und der Agendagruppe zu sehen.“ Eine Belebung kann jedoch nicht in kurzer Zeit erfolgen, sondern ist eine längerfristige Tätigkeit.

Erste Kontakte in Floridsdorf

Bei der Nachnutzung und Leerstandsaktivierung von Immobilien müssen jedoch zahlreiche Fakten berücksichtigt werden, wie vorhandene Widmungen, Genehmigungen oder notwendige Energieversorgung. Die Agentur berät unbürokratisch und verweist an die entsprechenden Stellen und Fördertöpfe. Bader: „Wir haben in Floridsdorf bereits erste Kontakte mit Hauseigentümer geknüpft, suchen aber noch immer Hausbesitzer, die ihre leeren Räumlichkeiten kulturell genutzt sehen möchten.“ Konkrete Vermittlungen sind jedoch noch keine in Floridsdorf erfolgt.

Projekte in ganz Wien

Mehr als 100 Anfragen, sowohl von Hauseigentümer als auch Künstler, Kulturschaffende, Unternehmen und Start-ups aus dem Bereich der Kreativwirtschaft, sind bereits eingegangen. Umgesetzt wurden verschiedene Ausstellungen, Festivals und Workshops. Das Projekt „Zoom dezentral“ des Zoom-Kindermuseums fand eine Außenstelle im 16. Bezirk und für das Wiener Künstlerhaus fand sich für die Renovierungszeit eine Immobilie im 5. Bezirk. Das Team der Agentur Kreative Räume Wien setzt sich aus Personen von vier Gruppierungen zusammen, mit Verbindungen zu Kulturschaffenden, zur Immobiienbranche, als Spezialisten für Kommunikation und Rechtsberatung. Gemeinsam hat man rund siebzehn Jahre Erfahrung mit Leerstandaktivierung und bereits 400 Projekte umgesetzt.
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