08.08.2017, 11:01 Uhr

Gewässerschutz: mehrere Millionen Euro für Niederösterreichs Flüsse

Der Schutz der Großtrappe wurde über ein EU-Projekt gefördert. (Foto: bmi)
In Niederösterreichs Flüssen und Bächen leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Um deren Lebensräume weiterhin zu sichern und zu verbessern, wurden seit 2009 landesweit rund 160 gewässerökologische Projekte verwirklicht. Besonders große Erfolge wurden mit den EU-LIFE-Projekten erzielt, viele davon wurden im Bezirk Gänserndorf umgesetzt.

Die bisherigen Investitionen für gewässerökologische Projekte in NÖ im Rahmen des EU-LIFE-Programms betrugen rund 60 Millionen Euro, allein in sieben Großprojekte im Bezirk wurden 15,235 Millionen Euro investiert.


Fall des Eisernen Vorhangs

In Zusammenarbeit mit dem Distelverein lief von 1995 bis 1998 eines der ersten Gewässerschutz-Projekte, das LIFE Natur Projekt "Ramsar-Management March-Thaya-Auen".
Um die Besonderheiten dieser Landschaft zu erhalten bzw. sie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder aufzuwerten, wurden die Marchwiesen nach naturschutzfachlich orientierten Pflegeplänen gemäht. Das LIFE-Projekt förderte auch viele Kleinmaßnahmen wie die Anlage von Biotopstreifen, die Pflege der Kopfweiden, Wiesenrückführungen, die naturnahe Bewirtschaftung der Auwälder und die Beweidung der Wiesen mit Galloway-Rindern. Die Revitalisierung der Flüsse March und Thaya wurde eingeleitet. In Kooperation mit Gemeinden entstanden angepasste touristische Konzepte.

Nationalpark entstand

Das Projekt "Gewässervernetzung und Lebensraummanagement Donau-Auen" folgte von 1998 bis 2002. Im neu gegründeten Nationalpark Donau-Auen  wurden Augebiete wieder mit der Donau verbunden.
Weitere LIFE-Projekte: "Pannonische Sanddünen": Pflegemaßnahmen, um die Ausbreitung des Waldes im Bereich der naturschutzfachlich wertvollen Sandrasen einzudämmen.
"Wasserwelt March-Thaya-Auen": Revitalisierung der Gewässer und Feuchtlebensräume. Hart verbaute Uferbereich an der March wurden abschnittsweise renaturiert.
"Revitalisierung Donauufer": Ziel war, dass der Strom wieder natürliche Ufer ausbilden und zu einer dynamischen Einheit mit der angrenzenden Au werden kann. "Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich": Die Trappenbestände im pannonischen Raum werden gefördert.
"Renaturierung Untere Marchauen": Das Projekt wird heuer abgeschlossen.
Von der Mündung der March in die Donau bis zur Weidenbachmündung werden Renaturierungsmaßnahmen gesetzt.
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