Hermagor
Grüner Strom für die Almwirtschaft

200 m2 Photovoltaik-Elemente am Dach des Stalles machen die Hermagorer Bodenalm Energie-autark
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  • 200 m2 Photovoltaik-Elemente am Dach des Stalles machen die Hermagorer Bodenalm Energie-autark
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  • hochgeladen von Hans Jost

Die Hermagorer Bodenalm ist energie-autark durch eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage.

HERMAGOR. Im Frühsommer 2021 wurde auf der Hermagorer Bodenalm im Naturpark Weißensee von der örtlichen Agrargemeinschaft am Stallgebäude eine top-moderne, 200 Quadratmeter große Photovoltaik-Inselanlage mit dach-integrierten PV-Modulen und dazugehörendem Speicher zur Versorgung der Käserei und des Almgasthauses installiert.
Die technischen Leistungs-Daten können sich sehen lassen: 35 kWp als dichte Dachhaut auf entsprechender Lattung, mit 80 kWh Lithium-Akku und einer Ausgangsleistung von 30 kVA bei 400 Volt Spannung.

Grundgedanke

Im Gespräch mit der Gailtaler WOCHE erklärt Langzeit-Obmann Peter Sommeregger: "Dieses Projekt ist wegweisend für andere Almwirtschaftsbetriebe, weil es sowohl eine nachhaltige als auch optisch unauffällige und absolut effiziente Lösung ist." Die Hermagorer Bodenalm ist eine aus aktuell 68 Anteilsberechtigten bestehende Agrargemeinschaft mit einer Gesamtfläche von ca. 315 Hektar, davon etwa 33 Hektar Weidefläche im Naturpark Weißensee. Käserei und Almgasthaus liegen auf 1.231 Metern Seehöhe. Im Sommer werden etwa 30 Milchkühe mit dazugehörigem Jungvieh hauptsächlich aus landwirtschaftlichen Betrieben am Weißensee und vom Tröbelsberg gehalten. Die Milch wird vor Ort von Familie Fercher zu Butter und zu – bereits mehrmals prämierten – Käsesorten verarbeitet. Für den Weißensee-Tourismus ist die Hermagorer Bodenalm seit Jahren eine begehrte und stark frequentierte Ausflugs-#%Destination.

Versorgungs-Sicherheit

Obmann Peter Sommeregger erklärt: "Für die Käserei und den Gastronomiebetrieb ist eine zuverlässige Stromversorgung für die Melkmaschine, für Kühlung, für Warmwasser und für die Beleuchtung notwendig. Weiters muss der Strombedarf für die ständig wachsende Zahl von Batteriespeichern für diverse Geräte und Zauneinrichtungen sichergestellt sein. Für unsere neue PV-Anlage haben wir daher einvernehmlich diese nachhaltige Investition in Höhe von etwa 150.000 Euro aus dem Erlös des Schadholz-Verkaufes der letzten Jahre ohne Gegenstimme beschlossen. Wir sind froh, dass unser bisher verwendetes fossiles Stromaggregat ab sofort ausschließlich nur mehr für Notfälle bereitsteht und wir damit ein deutliches Zeichen zur CO₂-Vermeidung setzen konnten."

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