Katze Gina hatte mehrere Schutzengel

"Kanarohr-Mieze" Gina und ihr junges Frauchen Lena sind froh über den glücklichen Ausgang des Abenteuers.
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  • Foto: privat
  • hochgeladen von Eva Jungmann

HARMANNSTEIN (eju). Katzen haben neun Leben. Das hilft ihnen aber auch nichts, wenn sie 1,5 Meter unter der Erdoberfläche in einem Kanalrohr feststecken. So geschehen in Harmannstein.

Gefährlicher Ausflug

Die Familie Edinger aus Harmannstein besitzt eine schwarz-weiße Mieze namens Gina. Diese abenteuerlustige Samtpfote hätte ihre Neugierde beinahe mit dem Leben bezahlt. Martina Edinger erzählt: "Vergangenes Wochenende war unsere Katze plötzlich verschwunden. Wir suchten sie und riefen nach ihr. Schließlich konnten wir sie auch jämmerlich miauen hören, aber nirgends finden."

Mieze steckte im Kanalrohr

Nach längerer Suche entdeckte die Familie, dass das klägliche Miauen aus dem Regenkanal drang. Daraufhin versuchte man, in den Regenwasserablaufkanal zu greifen, aber die Katze war nirgends zu entdecken und auch nicht zu erwischen. Guter Rat war teuer.
Noch am selben Abend rückte die Kanalservice-Firma Prager aus Bad Großpertholz mit einer Kamera an, um den Standort des armen Tieres zu lokalisieren, das nach wie vor kläglich miaute und so auf sein schlimmes Schicksal aufmerksam machte. Tatsächlich wurde die Katze mittels Kamera gesichtet. Aber für eine weitere Rettungsaktion war es schon zu spät. Es kam der Abend und die Nacht, ohne dass das offensichtlich im Kanal festsitzende Tier von selbst seinen Weg zurück gefunden hätte. "Für unsere Tochter Lena war es das Schlimmste, schlafen zu gehen und zu wissen, dass ihre liebe Katze hilflos gefangen war", berichtet Martina Edinger weiter im Bezirksblätter-Gespräch. Am nächsten Tag trat die Firma Binder, die ein Baggerunternehmen in Friedreichs betreibt, in Aktion.

Samtpfote wohlauf

Martina Edinger erzählt von der aufwendigen und schwierigen Suche nach dem Stubentiger: "Wir mussten Teile des Pflasters bei unserem Nachbarn herausreißen und insgesamt dreimal graben, bis wir die richtige Stelle gefunden hatten, wo unsere Gina feststeckte. Das Abwasserrohr hat sich von 150 auf 100 Millimeter verjüngt und im Übergang von 150 auf 100 Millimeter ist unsere Katze steckengeblieben und konnte auch nicht mehr zurückschieben. Das Rohr lag zudem 1,5 Meter unter der Erde."

Herzliches Dankeschön

Die abenteuerlustige Gina ist nach diesem fast tödlichen Ausflug schon wieder wohlauf und spielt wie gewohnt mit Tochter Lena, die überglücklich über dieses etwas verfrühte Weihnachtswunder ist. Die gesamte Familie Edinger erklärt: "Wir würden uns gerne auf diesem Wege bei den vielen Helfern herzlich bedanken, die uns bei der Rettung unserer Katze geholfen haben – das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit! Vielen Dank!"

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