Fasching in Tirol
Das Regionsumzugswochenende fällt ins Wasser

Nächstes Jahr wäre der beliebtte Regionsumzug in der Gemeinde Kolsass gewesen. Aufgrund der strengen Auflagen haben sich die Vorstände dazu entschieden, die Veranstaltung auf 2023 zu verschieben.
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  • Nächstes Jahr wäre der beliebtte Regionsumzug in der Gemeinde Kolsass gewesen. Aufgrund der strengen Auflagen haben sich die Vorstände dazu entschieden, die Veranstaltung auf 2023 zu verschieben.
  • Foto: Reinhard Rovara
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Die Hoffnung für ein närrisches Treiben im Frühjahr 2022 sind begraben. Der Vorstand hat aufgrund der strengen Auflagen entschieden, dass Regionsumzugswochenende auf 2023 zu verschieben.

TIROL. Gemeinden und ihre Brauchtumsgruppen gehören zusammen wie Salz und Pfeffer. Umso schlimmer ist es für die Vereine, wenn in Zeiten von Corona traditionelle Veranstaltungen wie das Regionsumzugswochenende ins Wasser fallen. Kein närrisches Treiben, Matschgererschaugn und keine Umzüge durchs Dorf. Die Obmänner der Brauchtumsvereine Fritzens, Wattens, Kolsass, Baumkirchen und Volders haben bei der jüngsten Regionssitzung eine Entscheidung getroffen: „Wir mussten das Regionsumzugswochenende leider wieder verschieben, weil es aufgrund der Auflagen und der mangelnden Planungssicherheit ein zu großes Risiko für uns ist", so der Obmann der Brauchtumsgruppe Kolsass, Markus Wechselberger. Die dreitägige Veranstaltung, die nächstes Jahr in der Gemeinde Kolsass geplant war und in normalen Jahren tausende von Besuchern aus nah und fern anzieht, ist somit für das Frühjahr 2023 angesetzt. „Jetzt ist es das zweite Mal, dass wir es verschieben müssen. Das ist natürlich kein Spaß, denn es braucht genügend Vorlaufzeit, um so etwas auf die Beine zu stellen", so Wechselberger.

Nicht durchführbar

Die 3-G-Regelung und die damit einhergehenden Kontrollen, waren mit ein Grund, der zu dieser Entscheidung führte. Großes Bedauern kommt dabei auch vom Obmann der Brauchtumsgruppe Fritzens, Josef Gahr. „Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung ist einfach zu aufwendig und bei einem Umzug in dieser Länge sind Kontrollen ein Ding der Unmöglichkeit. Man würde viel Personal benötigen und auch die Kosten wären nicht mehr zu tragen. Um es kurz zu sagen: Wir haben keine Planungssicherheit", so Gahr. So hoffen die Vereine, dass eine Durchführung 2023 auf normalem Wege gelingt, stellt Gahr in Aussicht und ergänzt: „Es gibt auch eine Zeit nach Corona und auf die müssen wir aufbauen, das gelingt aber nur, wenn die Mitglieder wieder bei den Vereinsaktivitäten teilnehmen, und da ist es ganz wichtig, dass man auch die Jugend dazu bringt, das Brauchtum zu pflegen", so Gahr. Mit einem Tag der offenen Vereinstür will man künftig Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich ein Bild von den Vereinen zu machen, um die Tradition weiterzuvermitteln.

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Faschingsdienstag in Mils

In der Gemeinde Mils ist der Fasching übrigens noch nicht ganz abgeschrieben. Der Obmann der Milser Matschgerer, Thomas Ried, ist zuversichtlich, dass im nächsten Jahr ein Umzug im Dorf stattfinden kann. Letztes Jahr wurde aufgrund von Corona darauf verzichtet, daher hofft man, dass im nächsten Jahr am Faschingsdienstag ein „Bäreneingraben" möglich sein wird. „Wir sind bereits beim Planen. Ganz wichtig ist es, dass wir mit den Jungen etwas tun können, sonst läuft uns irgendwann der Nachwuchs davon und macht dann womöglich was anderes", so Ried.

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