Jagd
Jung-Jägerin mit starkem Naturbezug

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Die Hermagorer Studentin Gloria Ball ist eine der jüngsten Jägerinnen im Bezirk Hermagor.

HERMAGOR (jost). Würde man die attraktive 20-jährige Blondine unbekannterweise mitten in Wien auf dem Weg zur Wirtschafts-Uni treffen, käme man nicht auf die Idee, dass es sich bei ihr um eine der jüngsten Kärntner Jägerinnen handelt. Die Hermagorerin Gloria Ball ist trotz ihrer Jugend erfreulich stark geerdet und freut sich außerhalb ihres Studentenalltages auf jede Auszeit zu Hause im Gailtal.

Minderheit

Bezirksjägermeister Bruno Maurer stellt die Altersstruktur der Jägerschaft im Bezirk Hermagor wie folgt dar: „Aktuell gibt es in unserem Bezirk insgesamt 790 Jäger, davon 89 Frauen, das enspricht einem Anteil von etwa 11,2 Prozent. Die Altersstruktur ist gut durchwachsen und es besteht ein hohes Interesse an der Jagd. Nachwuchsprobleme gibt es erfreulicherweise keine."

Werdegang

Gloria (geb. 1998) ist die Tochter des Hermagorer Metallbau-Unternehmers Georg Ball.  Mama Christina ist Pädagogin und Stadträtin für Wirtschaft, Tourismus und Wohnungswesen. Eine Almhütte auf der Hermagorer Bodenalm war für Familie Ball seit jeher geliebter Rückzugsort in der Freizeit. So wuchs der gelebte Bezug zu unberührter Natur auch für die beiden Kinder Gloria und ihren um eineinhalb Jahre älteren Bruder Georg Schritt für Schritt.

Eingespielt

Obwohl es in der Familie zuvor keinen praktizierenden Jäger gab, entwickelte sich bei Sohn Georg bereits in jungen Jahren die fixe Zielsetzung, sich ehestmöglich zum Jäger auszubilden. Kaum war dieser Schritt erfolgreich getan, begann sich auch die jüngere Schwester Gloria dafür ernsthaft zu interessieren. „Im Frühsommer 2017 war die HLW-Matura geschafft, ich war also ohnehin noch im ‚Lern-Modus‘, daher meldete ich mich gleich anschließend im Schloss Mageregg zur Jagdausbildung an. Und seit Juni 2018 bin ich mit Brief und Siegel offiziell Jägerin, was mich sehr stolz macht.“ Mit Bruder Georg studiert Gloria an der Wirtschafts-Uni Wien; das Geschwisterpaar lebt dort in einer gemeinsamen Wohnung. Gloria: „Ich bin in unserem kleinen Haushalt ganz klar die Köchin, das mache ich auch gerne und relativ oft gibt es gutes Wildbret.“

Motivation

Angesprochen auf die Motivation einer jungen Frau, zur Waffe zu greifen, erklärt Gloria: „Das Schießen ist nur ein kleiner Teil des Jagdalltages. Im Sinne des Leitbildes der Kärntner Jäger bekennen wir uns bei unserem jagdlichen Handeln zum Prinzip der Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit, das bedeutet, wir sehen die Jagd als pflegliche Nutzung natürlich nachwachsender Ressourcen."

Wissensaustausch

Gemeinsam mit erfahrenen Jägern hat Gloria bisher überaus wertvolle Erfahrungen allein schon beim ‚Ansitzen‘ im Revier erleben dürfen. "Es ist immer wieder faszinierend, unberührte Natur und die in ihr lebende Tierwelt zu verschiedenen Jahreszeiten mit allen Sinnen ausgiebig zu beobachten, zu spüren und die interessanten Zusammenhänge zu verstehen. Das ist ein nachhaltiger Ausgleich zum Studium – und zum späteren Berufsalltag, und stärkt den Bezug zur Natur, in der wir leben. Meinem Jagdkollegen Gerd Wernitznig, mit dem ich im Spätherbst 2018 insgesamt 16 Mal im Spitzegel-Massiv unterwegs war, habe ich es auch zu verdanken, dass ich beim 17. Anlauf meinen ersten Gamsbock erlegen konnte. Da war dann doch schon sehr viel Nervenkitzel und Emotion dabei ...“

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