Wiener Hilfswerk
Eva Bertalan ist die Heldin der Nachbarschaft in Hernals
- Eva Bertalan ist Psychologin, stellvertretende Abteilungsleiterin und Zentrumsleiterin des Nachbarschaftszentrums Hernals - und jetzt auch frisch gewählte Wiener Heldin.
- Foto: Julia Gaiswinkler
- hochgeladen von Julia Gaiswinkler
Eva Bertalan ist seit 27 Jahren im Wiener Hilfswerk eine helfende Hand in Hernals. Dafür wurde sie von MeinBezirk, W24 und Moderatorin Mel Merio zur Heldin im Bezirk ernannt.
WIEN/HERNALS. Die Hernalserin Eva Bertalan ist das, was man wohl gemeinhin als Philanthropin bezeichnet. Seit 27 Jahren ist sie beim Wiener Hilfswerk beschäftigt und leitet das multiprofessionelle Team des Nachbarschaftszentrums in der Hernalser Hauptstraße 53. Aufgrund ihrer wichtigen Arbeit wurde sie von MeinBezirk, W24 und Moderatorin Mel Merio zur Heldin im 17. Bezirk ernannt.
Als studierte Psychologin bewarb sie sich nach einem Ausflug in die Marktforschung auf gut Glück beim Hilfswerk und stellte sofort fest: „Das ist wie Heimkommen.“ Seither vergeht kein Tag, an dem sie nicht dankbar sei, das machen zu können, was sie tut – allen Menschen einen Raum für Möglichkeiten zu eröffnen. Getreu ihrem Motto „Hinterlasse einen Menschen immer besser, als du ihn vorgefunden hast.“
Sie fasst zusammen: „Ich darf tatsächlich etwas beitragen und habe das Glück, manchmal im Leben von Menschen etwas positiv verändern zu dürfen. Und diese Erfahrung ist wirklich schön." Bertalan betreut Menschen bei allen möglichen Anliegen und ist eine Anlaufstelle für verschiedenste Probleme. Dabei steht sie mit Rat und Tat zur Seite und kümmert sich wie nebenbei noch um jene Menschen, die das Nachbarschaftszentrum besuchen und ausmachen. Über 170 Freiwillige engagieren sich hier und organisieren unter anderem Lernclubs, Französischkonversationsrunden, Singgruppen und einen Flohmarkt. Dabei kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen.
Andersartigkeit als Geschenk
Geht es nach Bertalan, so zementieren wir uns viel zu oft in die Vorstellung "das ist meins und genauso ist es und alles andere geht nicht" ein. "Aber nur weil jemand anders ist oder eine andere Meinung hat, heißt das nicht, dass man nicht auf Augenhöhe positiv und freundlich interagieren kann“, meint sie dazu. Einen Einblick in andere Lebensweisen zu bekommen sei für sie ein Privileg, das als man Geschenk sehen solle, nicht als etwas, wogegen man sich wehren müsse.
- Was sie macht, tut Eva Bertalan gerne. Ein Gefühl, das sofort überspringt, wenn man ihr begegnet.
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Der Schlüssel zu gutem Miteinander liege in der liebevollen Wertschätzung, dass Diversität tatsächlich ein Schatz sei. 2015 führte Bertalan daher auch das Deutschcafé ein, das es Menschen, ohne Ressourcen für einen Deutschkurs, ermöglicht, die Sprache in entspannter Atmosphäre zu erlernen. Auch der Laternenumzug, der dieses Jahr am Samstag, 8. November, stattfindet und an dem hunderte Menschen teilnehmen, wurde von ihr ins Leben gerufen.
„Es bedeutet Aufwand, an andere Menschen heranzutreten. Und es bedeutet emotionalen und energetischen Aufwand, auch auszuhalten, dass Menschen anders sind. Aber ich glaube, dass das eine Investition ist, die sich auszahlt", sagt die Wiener Heldin. Alle Informationen zum Nachbarschaftszentrum gibt es unter nachbarschaftszentren.at.
Die Folge der "Wiener Heldinnen" mit Eva Bertalan ist in der W24-Mediathek unter w24.at zu finden.
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