Elterleinplatz in Wien-Hernals: Diskussion über Alkoholverbot

Auf den Bankerln am Elterleinplatz sitzen immer viele Menschen. Manche von ihnen trinken auch Alkohol.
  • Auf den Bankerln am Elterleinplatz sitzen immer viele Menschen. Manche von ihnen trinken auch Alkohol.
  • hochgeladen von Anja Gaugl

HERNALS. Die Diskussion über ein Alkoholverbot auf Wiener Plätzen ist jetzt auch im 17. Bezirk angekommen. Die FPÖ Hernals wünscht sich für den Elterleinplatz ein Verbot nach Vorbild des Pratersterns. Anrainer, Passanten und Geschäftsleute würden sich von den Alkohol trinkenden Menschen am Elterleinplatz belästigt fühlen, berichtet Bezirksvize Kurt Kossek (FPÖ).

Seit 1. Mai gilt an dem großen Verkehrsknotenpunkt im 2. Bezirk ein Alkoholverbot, vorläufig als Pilotprojekt für ein Jahr. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung täglich in Zivil und uniformiert sowie mit Hunden. Auch der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) hat bereits Interesse an einem Verbot gezeigt und möchte es am Franz-Jonas-Platz umsetzen.

Politik ist uneins

Ein entsprechender Antrag und eine Resolution wurden – zum Unmut der FPÖ – in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung nicht zugelassen. "Gerade dann, wenn es um Sicherheit und Ordnung geht, müssen alle politischen Kräfte an einem Strang ziehen", kritisiert die Landtagsabgeordnete Ulrike Nittmann (FPÖ).

Den Grund für die Ablehnung erklärt Peter Jagsch, SP-Bezirksvize und Vorsitzender der Bezirksvertretung, auf Anfrage der bz: "Ortspolizeiliche Maßnahmen dürfen nicht Gegenstand eines Antrags sein. Ein regierender Politiker wie Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer oder Bürgermeister Michael Ludwig kann zum Beispiel auf eigene Initiative sagen, dass er mit der Polizei über solche Maßnahmen reden will. Aber beantragen, dass sie das umsetzen soll, kann man nicht." Außerdem werde man das Pilotprojekt am Praterstern im Auge behalten und wolle sich nach einem Jahr ansehen, was es kann und was nicht.

"Eines muss man aber schon sagen: Der Elterleinplatz ist nicht mit dem Praterstern zu vergleichen", so Jagsch. "Dass die Anrainer mit den dortigen Personen keine Freude haben, ist natürlich auch verständlich." Im Bezirk versucht man, auch mit anderen Maßnahmen zu arbeiten. So werden alle sozialarbeiterischen Möglichkeiten ausgeschöpft. "Wir suchen nach einer verträglichen Lösung für alle", erklärt der Bezirksvize. Die FPÖ Hernals will unterdessen nicht aufgeben. Als nächster Schritt ist geplant, eine Sondersitzung der Bezirksvertretung zum Thema "Alkoholverbot" zu beantragen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

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