Hernals
Verein "Shizzle" spricht über das Ende des "Kulturcafé Max"
- Joana Karácsonyi (l.) und Lucia Pollakowski verlassen mit Jahresende den Vorstand des Kunst- und Kulturvereins "Shizzle".
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Der Verein "Shizzle" muss mit Jahresende aus dem Hernalser "Kulturcafé Max" in der Mariengasse 1 ausziehen. Wie es mit dem Verein in der Zeit danach weitergehen soll, ist noch völlig unklar.
Überarbeitet am 21. November um 8:27 Uhr.
WIEN/HERNALS. Joana Marialena Karácsonyi ist "Obmensch" des 2016 gegründeten Kunst- und Kulturvereins "Shizzle" in der Mariengasse 1. Seit 2018 führt der Verein das traditionsreiche "Kulturcafé Max" ebendort als Veranstaltungsort. "Wir wollten ein bisschen Lebendigkeit und Kunst in den Bezirk bringen", erklärt Karácsonyi die Ziele ihres Vereins.
Doch damit ist ab Ende des Jahres Schluss, wie Karácsonyi und stellvertretender "Obmensch" Lucia Pollakowski betonen: Denn dann endet der bisherige Prekariumsvertrag mit dem Eigentümer. Laut dem Verein wurde der Vertrag vom Hauseigentümer aufgelöst. MeinBezirk berichtete, siehe unten.
Ende trotz Planung
Das Ende sei sehr schade, betont Karácsonyi. Denn bis bekannt wurde, dass der Auszug bevorsteht, hatte der Verein geplant, aus dem Kulturcafé ein Ganztagscafé zu machen. Dies hätte zum Ziel gehabt, den Ort damit auch jeden Tag als Begegnungszone nutzen zu können.
"Und das war auch alles in Planung", bestätigt Karácsonyi.
- Der Kunst- und Kulturverein "Shizzle" in Hernals.
- Foto: Ipirotis/MeinBezirk
- hochgeladen von Lukas Ipirotis
Demnach seien die notwendigen Schritte schon eingeleitet gewesen, doch dann entschied man sich anders. Denn der Hausbesitzer möchte zukünftig keine Gastronomie mehr im Haus haben. Zusätzlich soll es seit dem vergangenen Jahr auch zu Lärmbeschwerden durch andere Hausbewohner gekommen sein. "Irgendwie hat es ihn ein bisschen abgeschreckt.", erklären die beiden.
Neuer Vorstand wurde gewählt
Für Karácsonyi und Dopler bedeutet das Scheitern der Bestrebungen zum Abendlokal aber auch ein Ende. "Wir haben uns ein bisschen abgearbeitet an diesem Thema", erläutern sie. Die beiden haben daher beschlossen, aus dem Vorstand des Vereins auszutreten.
Sie wollen die Führung zukünftig anderen überlassen. Zu diesem Zweck wurde Mitte November bei der Generalversammlung ein neuer Vorstand gewählt, der erst ab nächstem Jahr agiert, sich jetzt auf die Suche nach einer neuen Heimat begeben wird. Bis zum Ende möchte man wie gewohnt Veranstaltungen im "Kulturcafé Max" zur Verfügung stellen. Wie es in der Zeit danach weitergeht, ist noch unklar.
Seitens des Vereins würde man sich aber wünschen, dass vielleicht mehr Aufklärungsarbeit von städtischen Stellen betrieben werde. "Für viele ist es abschreckend, sich einen Verein ins Haus zu holen", so die scheidenden Vorstände. Für die Zukunft hoffen die beiden, dass der Ort weiterhin ein Hort der Kultur bleibt. "Wir hoffen nur, dass hier kein Installateurbüro hereinkommt", schließt Karácsonyi.
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.