30.09.2014, 00:30 Uhr

Neuwaldegger Straße: Problemzonen im Überblick

Anrainer und Architekt Gerhard Rössler sieht in den neuen Schrägparkplätzen ein Problem. (Foto: A. Burghardt)

Die Neuwaldegger Straße ist fertig saniert. Zufrieden sind die Anrainer mit dem Ergebnis nicht.

HERNALS. Nach der Sanierung stoßen sich die Neuwaldegger an den neuen Schrägparkplätzen, dem unbenutzten Radweg, einer nicht sichtbaren Ampel, einem fehlenden Schutzweg und zu schnellen Autos.

Verwirrung um die Parkplätze

"Das Hauptproblem sind die Parkplätze. Auf der Neuwaldegger Straße wurden Schrägparkplätze angelegt. Dadurch gehen 45 Prozent der Parkfläche verloren", erklärt Anrainer und Architekt Gerhard Rössler. Die Parkplätze seinen nicht einzeln markiert, nur der Anfang und das Ende. Somit sei lediglich eine Richtung vorgegeben, die aber nicht eingehalten werden müsse. "Jeder kann sich dann hinstellen, wie er will: gerade oder schräg", entgegnet SP-Bezirkschefin Ilse Pfeffer.

Ein ignorierter Radweg

"Radfahrer nutzen den Radweg nicht und fahren auf dem Gehsteig. Das ist gefährlich. Hier wurde viel Geld für ein bisschen Straßenmalerei hinausgeschmissen", beschwert sich Familie Rauch. Das Problem mit dem ignorierten Radweg sieht auch die Bezirksvorstehung. "Ich die Polizei beauftragt, die Benützung des Radwegs öfter zu kontrollieren", erklärt die Hernalser Bezirksvorsteherin.

Zebrastreifen gefordert

Während der Sanierung der Straße war der Gehsteig nicht benutzbar. Deswegen musste ein Schutzweg angebracht werden. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, verschwand auch der Zebrastreifen. Die Anrainer wünschen ihn sich zurück. "Es grenzt oft an an ein Abenteuer, mit seinen Kindern die Strasse zu überqueren", kritisiert Anrainerin Daniela Mairose. Die Fußgängerfrequenz auf der Neuwaldegger Straße sei nicht hoch genug, um einen Übergang zu rechtfertigen, erklärt die Bezirksvorsteherin. Zwar wurden bei der Magistratsabteilung Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) wiederholt Messungen in Auftrag gegeben. Diese zeigten jedoch nie ein passendes Ergebnis. Denn um einen Zebrastreifen zu rechtfertigen, müsse ein bestimmtes Verhältnis von Fußgängern zu Autofahrern erreicht werden. Bisher waren zu wenig Menschen auf der Straße. "Am Wochenende habe ich erneut eine Zählung in Auftrag gegeben, vielleicht ist da mehr los auf der Neuwaldegger Straße, weil die Anrainer ins Einkaufscenter gehen", hofft Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer.

Versteckte Ampel

Fährt man stadtauswärts, wird man am Ende Dornbacher Straße von einer Ampel überrascht, die hinter den Büschen kaum zu sehen ist. "Die Wiener Stadtgärten (MA 42) haben schon den Auftrag bekommen, diese Äste zu kürzen", erklärt Bezirkschefin Ilse Pfeffer.

Verkehrsberuhigung

"Die Neugestaltung per se finde ich gelungen. Nur wenn man sich den Durchzugsverkehr anschaut, wäre eine 30er-Zone sinnvoll. Die Unfallrisiken aufgrund ausparkender Autos oder spielender Kinder sind einfach zu groß. Ich halte den 50er für unverantwortlich", erklärt Anrainer Armin P. "Man wird den Transitverkehr nicht wegbringen, das ist klar, das ist eine der Zufahrtsstrecken, speziell für Leute, die von Tulln kommen. Aber streckenweise, im Bereich von Gemeindebauten, Arzt und Sportzentrum wäre ein 30er vertretbar." Ein Wunsch, der bei der Bezirksvorstehung auf Verständnis stößt. Die Neuwaldegger Straße ist auch nach der Sanierung weiter ein Thema im Bezirk.
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Peter Bals aus Penzing | 08.01.2015 | 16:18   Melden
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