Kritik an Gemeinde führt zu Rücktritt des FF-Kommandanten

Privat gute Stimmung, in der Sache unterschiedlicher Meinung: Bgm. Konrath (SP) und GR Pernikl befinden sich in Sachen Feuerwehr und Sicherheit der Schulkinder auf Kontrontationskurs.
  • Privat gute Stimmung, in der Sache unterschiedlicher Meinung: Bgm. Konrath (SP) und GR Pernikl befinden sich in Sachen Feuerwehr und Sicherheit der Schulkinder auf Kontrontationskurs.
  • hochgeladen von Bezirksblätter Archiv (Werner Pelz)

NUSSDORF OB DER TRAISEN (wp). „Wenn da ein Brand ausbricht, sind unsere Kinder in höchster Gefahr!“, Eltern von Volksschulkindern sind in Alarmbereitschaft. Die alte Volksschule in Nussdorf hat nur einen Fluchtweg. Kinder, die im ersten Stock unterrichtet werden, könnten im Fall eines Brandes, der im Erdgeschoß ausbricht, nur über die Fenster evakuiert werden.

„Ja, ich habe Sorge um die Kinder“, meint auch Feuerwehrkommandant Gerhard Fürnkranz, „wenn dort etwas passiert, muss die Feuerwehr sehr schnell sein, damit keine Menschenleben gefährdet sind.“

Erstaunlicherweise ist der Zustand aber von den Behörden genehmigt. „Für mich ist das unverantwortlich“, moniert VP-Gemeinderat Walter Pernikl, „wir fordern seit 2006 Änderungen und haben dies auch mittels Dringlichkeitsantrag dokumentiert. Es geht um Kinderleben, das wird vom Bürgermeister offenbar völlig übersehen.“ Die einzige Reaktion seitens der Mehrheitspartei SPÖ sei ein „Herunterspielen“ der Gefahr. „Man will sich von uns keine Vorschriften machen lassen, heißt es seitens der Bürgermeisterpartei“, so Pernikl.

Bürgermeister Heinz Konrath sieht die Sache erwartungsgemäß anders: „Die Schule existiert bereits sei vielen Jahren. Aber Dinge die vor 20 Jahren genehmigt worden sind, sind heute nicht mehr gültig.“ Daher habe man auch erste Sicherungsmaßnahmen ergriffen: „Es gibt eine Brandabschlusstür und eine Raucherkennung mit Alarmauslöser bei der Feuerwehr.“ Konrath gibt aber zu, dass Fluchtwege über die Fenster nicht optimal sind. Konrath ärgert sich: „Die VP macht das zu einem Politikum. Dabei gab es bis zum Jahr 2005 eine VP-Regierung und auch in den Ausschüssen ist die VP federführend. Warum hat sie denn in der Vergangenheit nichts verändert?“

Feuerwehrkommandant Fürnkranz etwas enerviert: „Es wäre ärgerlich, wenn das zu einem Politstreit wird. Hier gehört gehandelt. Die Vorschläge der Feuerwehr sind den Herren Politikern bekannt.“ Es ist zwar keine unmittelbare Gefahr im Verzug, aber Garantien für Sicherheit gebe es nie.

Die Kritik des Feuerwehrkommandanten dürfte einigen in der Gemeinde gar nicht ins Konzept passen. Ein emotionaler Schwelbrand war die Folge und führte nun zum Rücktritt des FF-Kommandanten.

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