Verkehrssicherheit
"Kinder sind in der Einsiedeleigasse gefährdet!"

Carlo Franz (r.) und Johannes Bachleitner fürchten sich in der Einsiedeleigasse.
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Für Fußgänger ist es auf dem Gehsteig in der Einsiedeleigasse eng. Besonders Kinder sind dort in Gefahr.

HIETZING. "Ein Volksschulfreund meiner Tochter ist fast von einem Auto überfahren worden, nachdem er auf dem engen Gehsteig gestolpert und auf die Straße gefallen war", erzählt der Arzt Carlo Franz, der mit seiner Familie in der Einsiedeleigasse wohnt. "Ein zu schnell fahrendes Auto kam nur mit einer Vollbremsung knapp vor ihm zum Stehen."

Die Ober St. Veiter Einsiedeleigasse führt von der Hietzinger Hauptstraße auf den Gemeindeberg. Zwischen der Hentschel- und der Vitusgasse ist sie nicht nur steil, sondern führt auch um eine Kurve. "Dort ist der Gehsteig so schmal, dass Autos und Autobusse bei Gegenverkehr regelmäßig auf den Gehsteig ausweichen", so Franz.

Der bergauf schauend linke Gehsteig wird mehrmals täglich von den Studierenden der Agrarhochschule und den Kindern aus dem Kindergarten am Girzenberg benützt. Auf dieser Straßenseite vermeidet man die für Fußgänger sehr unübersichtlichen und daher gefährlichen Kreuzungen mit der Hentschel- und der Vitusgasse.

"Es geht um die Sicherheit der Kinder. Hier darf nicht länger weggeschaut werden", sagt Johannes Bachleitner (Neos), der bereits im Dezember im Bezirksparlament einen Antrag auf Entschleunigung des Straßenzuges gestellt hat. "Wir wollten eine Änderung der Parkordnung, die Errichtung von Schwellen oder Pollern. Unser Antrag wurde jedoch nicht weiter verfolgt." In der Jagdschlossgasse gibt es ein gelungenes Beispiel für eine Änderung der Parkordnung: Nachdem 2010 ein Auto aus einer Tiefgarage kommend in eine Gruppe Volksschüler auf dem gegenüberliegenden Gehsteig gefahren war – einem Zehnjährigen musste ein Bein amputiert werden –, parken dort nun zum Fußgängerschutz Autos.

Das Problem ist bekannt

Anrainer Franz setzt sich bereits seit 2014 für die Entschärfung der Einsiedeleigasse ein. "Damals gab es den temporären Versuch einer Einbahnregelung. Später gab es in der Bezirksvertretung schon Pläne, die Parkordnung von rechts auf links zu ändern", erinnert sich der Arzt. "Nach einer Anrainerbefragung wurde aber nichts daraus." Kein Wunder, befindet sich doch auf der rechten Seite, wo man parken darf, eine große Wohnhausanlage. Deren Bewohner haben sich mehrheitlich gegen eine Änderung der Parkordnung ausgesprochen.

Neos-Obmann Bachleitner setzt nach: "Der für Kinder gefährliche Abschnitt in der Einsiedeleigasse muss endlich entschärft werden. Es ist an der Zeit, mutig das Problem zu lösen."

Der Bezirk nimmt Stellung

Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) kennt das Problem: "Der Magistrat hat auf unser Drängen hin die Verkehrssituation intensiv überprüft. Als Ergebnis wurde der dort verlaufende Gehsteig erhöht und zusätzliche Poller wurden aufgestellt. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten ist der Platz leider sehr beengt. Dadurch sind weitere Verkehrsmaßnahmen ohne einer kompletten Änderung der Verkehrsflüsse inklusive der Buslinien nicht möglich."

Carlo Franz (r.) und Johannes Bachleitner fürchten sich in der Einsiedeleigasse.
Kindergruppen fürchten sich in der Einsiedeleigasse.
Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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