Hollabrunn kämpft für Krankenhaus-Standort
Bauern geben Rübenplatz her
- Werden alles für den Standort Hollabrunn für das neue Landesklinikum Süd-West tun: Wolfgang Traindl, Alfred Babinsky, Gunther Leeb
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Der Wettlauf um den besten Standort für das neue Großkrankenhaus Weinviertel Süd-West hat begonnen. Hollabrunn könnte mit dem Areal hinter dem Bahnhof punkten – dem sogenannten Rübenplatz. Doch dieser gehört den Landwirten. Nun signalisierten fast alle Landwirte ihre Zustimmung zum Verkauf, aber nur gegen einen adäquaten Ersatz.
HOLLABRUNN. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Bezirksbauernkammer Hollabrunn präsentierten Gunter Leeb und Wolfgang Traindl, Vorsitzende der Sparkassenstiftung und des Sparkassenvereins, die Ergebnisse einer Standortstudie.
- Präsentation der Standortstudie in der Bezirksbauernkammer Hollabrunn.
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Diese belegen: Sollte das neue Krankenhaus in Hollabrunn errichtet werden, wäre es innerhalb von 30 Minuten für alle Bewohner der Bezirke Korneuburg und Hollabrunn erreichbar – unter Einbeziehung der bestehenden Krankenhäuser Tulln und Horn.
Standort mit besten Argumenten
Damit wäre die medizinische Versorgungssicherheit insbesondere in strukturschwachen Regionen gewährleistet.
Auch die demografische Entwicklung spricht für den Standort Hollabrunn, wo der Anteil älterer Menschen deutlich steigt. Zudem soll der Notarztstützpunkt Retz geschlossen werden – ein weiterer Faktor, der für den Ausbau in Hollabrunn spricht.
- Der Rübenplatz hinter dem Bahnhof Hollabrunn gilt als idealer Standort für das neue Krankenhaus.
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„Die Studie zeigt eindeutig, dass Hollabrunn der logistisch und regionalwirtschaftlich sinnvollste Standort ist“, betonte Wolfgang Traindl. Die Privatstiftung Weinviertler Sparkasse kündigte an, das Projekt kurz-, mittel- und langfristig als starker Partner zu unterstützen.
Der Rübenplatz als Zünglein an der Waage
Das favorisierte Areal liegt direkt hinter dem Bahnhof Hollabrunn – einschließlich der Fläche des derzeitigen Rübenplatzes, derzeit im Besitz der Rübenbauern. Der Platz dient als zentrale Ablieferungsstelle mit Bahnanschluss, was ihn für die Landwirtschaft unverzichtbar macht.
- Präsident Ernst Karpfinger sprach offen über Chancen und Risiken für die Landwirte.
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Bei der Präsentation des Projekts zeigte sich Rübenbauern-Präsident Ernst Karpfinger anfangs skeptisch: „Der Platz liegt mitten in Hollabrunn, da könnten wir sicher einen guten Preis erzielen. Aber wir brauchen eine akzeptable Alternative mit Bahnanschluss.“
Andere Plätze ohne Anschluss könnten laut Karpfinger von der Agrana geschlossen werden.
Zustimmung der Landwirte – unter klaren Bedingungen
Stadtrat Lukas Niedermeyer appellierte an die anwesenden Landwirte, die Chance für Hollabrunn zu nutzen: „Es ist äußerst wichtig, das Krankenhaus nach Hollabrunn zu holen. Ich möchte nicht, dass es später heißt, die Landwirte hätten es verhindert. Einen Ersatzplatz zu finden, steht außer Zweifel – aber wir brauchen eure Zustimmung für die weiteren Planungen.“
- Stadtrat Lukas Niedermeyer appellierte an die Bauern, den Standort zu ermöglichen.
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Die Mehrheit der Landwirte zeigte sich einsichtig und konstruktiv. Lukas Bernreiter brachte es auf den Punkt: „Wir wollen und brauchen beides – den Rübenplatz und das Krankenhaus.“
Auch Günther Mayer forderte eine geeignete Ersatzfläche mit Bahnanschluss, sollte der Zuschlag an Hollabrunn gehen.
- ntensive Diskussion über Alternativen für den Rübenplatz.
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Schlussendlich sprachen sich alle bis auf einen anwesenden Landwirt für den Verkauf des Rübenplatzes aus – ein klares Signal der Zustimmung für den Krankenhausstandort Hollabrunn.
Die LGA wird voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres die Entscheidung über den endgültigen Standort des neuen Krankenhauses bekanntgeben.
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