Göllersbach Teil 3
Gewaltige Kraft bei Starkregen

Breitenwaida stand über einem Meter unter Wasser.
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  • Breitenwaida stand über einem Meter unter Wasser.
  • Foto: Karl Mayer, Jürgen Langhammer / FF Breitenwaida
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Auch wenn unter normalen Umständen der Göllersbach nur ein kleines Rinsal ist und meist wenig Wasser führt, trat er bei Unwettern bereits mehrere Male über die Ufer.

BEZIRK HOLLABRUNN (ag). Schlamm, Wassermassen und tagelanges Aufräumen! Angst bei jedem Unwetter und Starkregen haben manche Bewohner von Breitenwaida nach dem argen Hochwasser am 6. Mai 2015. Mitten in der Nacht gingen schwere Unwetter nieder. "Der Pucher Bach floss in den Göllersbach und schnitt diesen komplett ab, sodass sich der Göllersbach zurückstaute und das Wasser bergauf floss," erinnerte sich Feuerwehrmann Jürgen Langhammer. Das Wasser flutete viele Keller, Wohneinheiten und Autos teilweise meterhoch mit Schlamm und Wasser. "Meine Sicherheitstür hielt den Wassermassen damals stand und Keller habe ich keinen, aber bei meinem Nachbarn rauschte das Wasser eineinhalb Meter durch die Wohnräume", kann sich Gerald Gruber noch genau an diese Nacht erinnern.

Noch heuer gebaut

Seitdem warten die Pucher, Kleedorfer und Breitenwaidinger auf Hochwasserschutzmaßnahmen. "Eine Verhöhnung der Bevölkerung, jetzt ein Forschungsbecken zu bauen, während damals stark betroffene immer noch auf ein Auffangbecken warten", wettert der ehemalige Ortsvorsteher von Breitenwaida, Andreas Fischer. 
Noch heuer soll in Puch ein 5.000 Kubikmeter Retentionsbecken und zwei in Kleedorf mit 16.000 und 23.000 Kubikmeter eine erste Entschärfung der Situation bei Starkregen bringen.

Alle halfen beim Aufräumen

2015 waren insgesamt 225 Feuerwehrmitglieder beschäftigt, die Schlammmassen zu beseitigen, Häuser auszupumpen und die Straßen von angeschwemmten Holz zu befreien. "Wir finanzierten Schäden in Eigenregie, nur einen winzigen Teil erhielten die Betroffenen von den Versicherungen und dem Land zurück", erinnert sich Gerald Gruber.
"Seit der Regulierung des Göllersbaches verfügt der Bach nicht mehr über genügend Raum, um sich ausbreiten zu können, bei Hochwasser", weiß auch der Geologe Arno Klien.
Harald Butter aus Unterhautzental beschäftigte sich mit dem Göllersbach und weiß, dass er immer schon bei Unwettern über die Ufer trat:"Heutzutage werden Häuser wieder näher an den Bach gebaut, doch der verrohrte Verlauf kann bei Hochwasser nicht das gesamte Wasser abfließen lassen. Die Folge ist der Rückstau in die Häuser. Verfolgt man den Göllersbach über die Bezirke Hollabrunn und Korneuburg dann sind die Brücken mit einem breiten Querschnitt auffallend."

Historische Pegelstände

Stand 13.3.20: 190 cm
6.5.15: 429 cm
9.6.95: 425 cm
7.6.03: 398 cm
7.8.10: 388 cm
31.7.14: 369 cm

Autor:

Alexandra Goll aus Hollabrunn

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