"Katastrophal"
Anrainerin kritisiert fehlende Parkplätze in der Josefstadt
- In der Josefstadt gibt es viel zu wenige Parkplätze – zumindest, wenn es nach einer Anrainerin geht.
- Foto: Pia Rotter/MeinBezirk
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In der Josefstadt gibt es viel zu wenige Parkplätze – zumindest, wenn es nach einer Anrainerin geht. Vor allem im Umkreis der Piaristengasse kreise die Josefstädterin sehr lange, bis sie einen Stellplatz findet. Sie fordert die Errichtung mehrstöckige Tiefgaragen unter dem Jodok-Fink-Platz oder dem Schönbornpark.
WIEN/JOSEFSTADT. Für eine Anrainerin der Josefstadt gehört die lange Suche nach einem Parkplatz längst zum Alltag. Besonders rund um die Piaristengasse sei es schwierig, einen Stellplatz zu finden.
„In dieser Umgebung ist es katastrophal zu jeder Tageszeit, besonders am Abend“, schildert sie. Einen Parkplatz bekomme man oft nur, wenn gerade ein Auto wegfahre und man zufällig zur richtigen Zeit vorbeikomme.
Langer Weg nach Hause
Auch am Wochenende sei die Situation kaum besser. Immer wieder müsse sie auf die Laudongasse, die Alser Straße, die Feldgasse oder die Blindengasse ausweichen. Mit schweren Taschen bedeute das anschließend einen langen Weg zurück nach Hause.
Auch Theaterbesucherinnen und -besucher vom Theater in der Josefstadt würden die Situation verschärfen. "Sie stellen sich auf die für den Bezirk reservierten Parkplätze und zahlen eben die Strafe", ärgert sich die Josefstädterin. Die Anwohnerparkplätze würden aus ihrer Sicht wenig bringen, da sie tagsüber häufig von Firmenautos belegt seien.
- Die Leserin kritisiert das Angebot, auf die Garage beim Museumsquartier auszuweichen: Diese sei aufgrund der Entfernung „nicht eine ernstgemeinte Alternative“.
- Foto: BV8
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Ihre Forderungen sind entsprechend deutlich. „Die Anzahl der Parkplätze gehört nicht vermindert, sondern erhöht“, meint sie. Konkret schlägt sie mehrstöckige Tiefgaragen unter dem Jodok-Fink-Platz und dem Schönbornpark vor. Weitere E-Ladestellen auf bestehenden Parkplätzen lehnt sie ebenso ab wie zusätzliche Fahrradbügel. Auch Schanigärten, Ladezonen und große Baumscheiben würden aus ihrer Sicht wertvollen Parkraum wegnehmen.
"Keine ernstgemeinte Alternative"
Auch in der Maria-Treu-Gasse sollte ihrer Meinung nach wieder beidseitiges Parken möglich sein. Zudem kritisiert sie das Angebot, auf die Garage beim Museumsquartier auszuweichen: Diese sei aufgrund der Entfernung „nicht eine ernstgemeinte Alternative“. Als positives Beispiel nennt sie Döbling. Dort gebe es in manchen Straßen schmale Gehsteige, Grünstreifen und anschließend Parkplätze. „Kein einziger Parkplatz wird geopfert“, betont sie.
Aus dem Büro der Bezirksvorstehung heißt es, dass die Parkplatzsituation alle inneren Bezirke betreffe und nicht bei der Bezirksgrenze Halt mache. Zusätzliche Tiefgaragen seien aus Sicht des Bezirks keine Option. Sie würden als „Pull-Faktor“ wirken und zusätzlichen Autoverkehr in die Josefstadt bringen.
450 vergünstigte Garagenplätze
Prüfungen oder Überlegungen für weitere Tiefgaragen gebe es daher nicht. Gleichzeitig verweist der Bezirk darauf, dass mehr als 450 vergünstigte Garagenplätze für Bezirksbewohnerinnen und -bewohner angeboten werden konnten. Auch Grätzl-Ladezonen sollen beim Be- und Entladen helfen.
Den Vergleich mit Döbling hält die Bezirksvorstehung für schwierig. Rund die Hälfte der Fläche Döblings sei Grünland, in der Josefstadt betrage der Grünanteil hingegen 1,9 Prozent. Bei einer Fläche von 1,1 Quadratkilometern gebe es daher schlicht weniger entsprechende Flächen für vergleichbare Maßnahmen.
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