Zweierlinie
Grüne fordern konkrete Pläne zur Neugestaltung der Oberfläche
- Die Grünen fordern jetzt mit Nachdruck eine Offenlegung des Planes für die Gestaltung der Zweierlinie.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Die Grünen fordern jetzt mit Nachdruck eine Offenlegung des Planes für die Gestaltung der Zweierlinie. Dieser soll zeigen, wie die Oberfläche gestaltet wird. Konkret geht es um die Strecke zwischen Karlsplatz und Alser Straße.
Von Pia Rotter und Fabian Franz
WIEN/JOSEFSTADT/ALSERGRUND/INNERE STADT. Die Verzögerung bei den Arbeiten an den Linien U2 und U5 beschäftigt aktuell die ganze Stadt. Doch nicht nur im Untergrund wird gewerkt. Staub, Baulärm und Umleitungen prägen seit Jahren das Bild der Landesgerichtsstraße. Hier bleibt die Frage offen, wie die Oberfläche künftig aussehen soll.
Genau das kritisieren nun die Wiener Grünen – und fordern, dass die Stadt Pläne für die Neugestaltung der Parallelstraße zum Ring, umgangssprachlich Zweierlinie genannt, offenlegt. Bereits vor drei Jahren präsentierte die Partei ihre Vision einer „klimagerechten Prachtstraße“: Statt Asphalt und Autoverkehr sollen zwischen Karlsplatz und Alser Straße künftig Bäume, breite Radwege und Aufenthaltsflächen dominieren.
Platz für 358 Bäume
Nach einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie wäre Platz für rund 358 neue Bäume und über 8.000 Quadratmeter zusätzliche Grünflächen. Nur ein Fünftel der heutigen Fläche wäre dann noch für Autos reserviert – der Rest für Radfahrer, Fußgänger sowie Begrünung. Bezirksvorsteher Martin Fabisch (Grüne) sieht in der aktuellen Bauphase die ideale Gelegenheit, diese Ideen umzusetzen: „Die Landesgerichtsstraße ist fast vollständig aufgegraben – ein Zustand, den wir in den nächsten 100 Jahren nicht mehr sehen werden. Nutzen wir diese Jahrhundertchance und machen wir aus der Zweierlinie eine klimagerechte Prachtstraße, anstatt sie einfach wieder zuzupflastern.“
- Fabisch pocht auf die Niederlegung der Pläne.
- Foto: Shervin Sardari/BV8
- hochgeladen von Philipp Scheiber
Auch aus finanzieller Sicht sei das sinnvoll: Eine Umgestaltung im Zuge der laufenden Bauarbeiten wäre deutlich günstiger, als später erneut zu graben. Der Bezirk arbeite laut Fabisch konstruktiv mit der Stadt und der Magistratsabteilung für Straßenverwaltung (MA 28) zusammen. Gespräche über die konkrete Zukunft der Zweierlinie habe es bisher jedoch nicht gegeben. „Die Neugestaltung betrifft zehntausende Menschen – deshalb braucht es eine echte, frühzeitige Einbindung der Bevölkerung“, betont er und verweist auf mögliche Beteiligungsformate des Büros für Mitwirkung.
Kritik kommt auch von der stellvertretenden Bezirkschefin am Alsergrund Josefa Molitor-Ruckenbauer (Grüne). "Wir befürchten, dass nach der U-Bahn-Großbaustelle nur kosmetische Begrünungen umgesetzt werden, an der Wurzel des Problems – dem Durchzugsverkehr – sich nichts ändert und die von vielen gewünschte verkehrsberuhigte Piazza in der Schwarzspanierstraße ausbleibt."
Laufende Arbeiten
Aus dem Büro von Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) wird auf den laufenden U-Bahn-Bau verwiesen. Grundsätzliche Eckpunkte seien aber bereits im „Generellen Projekt“ aus dem Jahr 2017 festgelegt. Dazu zählen mehr Grünraum mit Bäumen, entsiegelte Flächen und eine zeitgemäße Infrastruktur für den Radverkehr.
Die Verzögerung der Inbetriebnahme der U5 betrifft die Oberflächengestaltung nicht. Die Pläne sollen noch heuer vorgestellt werden, versichert man. Los geht's dann bei der vorläufigen Endstation am Frankhplatz.
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