Mit Aikido zur inneren Ruhe

- Marijan Einspieler (Bildmitte) in Aktion
- Foto: Privat
- hochgeladen von Walter Pöschl
Neben bereits bekannten asiatischen Kampfsportarten wie Thai Boxen und Kung Fu gibt es auch das japanische Aikido. Dieses wird in Kärnten bereits seit 12 Jahren im Verein „Kimusubi“ mit Standorten in Klagenfurt und Villach unterrichtet. In der Landeshauptstadt lehrt der Arzt Marijan Einspieler den Menschen gewaltlose Selbstverteidigung.
Derzeit gibt es im Kimusubi 27 Schüler, die sich zweimal wöchentlich die Handkante geben. Dabei wird genau darauf geachtet, dass die für Aikido typischen Verhaltensregeln eingehalten werden. Die Schuhe etwa müssen vor der Trainingshalle abgegeben werden, die Füße müssen sauber sein. Diese Regeln kennt jeder, der schon einmal bei Japanern zu Gast. Beginnen kann man mit Aikido ab dem zarten Alter von sechs Jahren, während es aber nach oben hin keine Altersgrenze gibt. So ist der älteste Schüler im Kimusubi 69 Jahre alt. Es handelt sich hier nämlich nicht um eine Kampfkunst, die Kraft verlangt, vielmehr geht es darum, seine Aufmerksamkeit auf das Fließen der Bewegungen zu richten.
Die Kunst des Friedens
Im Aikido gibt es keinen Wettbewerbsgedanken: das unterscheidet es von vielen anderen Kampfkünsten. Ziel ist es, sich im Ernstfall verteidigen zu können, ohne den Angreifer zu verletzen. „Es muss dem Aggressor klar werden, dass Gewalt sinnlos ist. Dies geschieht, in dem der Aikidoka, also der Schüler des Aikido, die Angriffe ins Leere gleiten lässt“, so Maria Einspieler. Aikido ist aber nicht nur ein Mittel zur gewaltlosen Selbstverteidigung, sondern auch einer tiefen inneren Ruhe. Ausgangspunkt und Ziel der japanischen Selbstverteidigungskunst es, ist immer ein friedliches Gleichgewicht mit sich und der Umwelt zu finden. So definierte der Aikido Begründer Meister Morihei Ueshiba Kampftechnik als die „Kunst des Friedens“.
Der Weg zum Gleichgewicht
Marijan Einspieler selbst kam während des Med Studiums erstmals mit dem Aikido in Kontakt. „Ursprünglich wollte ich ich wie üblich an der USI meinen Basketballkurs belegen. Weil dort aber gerade kein Platz mehr war, hab ich mich spontan für den Aikido Kurs entschieden, denn schon lange davor war ich interessiert an japanischer Kultur“. Einspieler war ziemlich bald Feuer und Flamme für die neu entdeckte Sportart, sie gab ihm sowohl körperliche als auch mental Energie . Die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist sieht Einspieler auch bei anderen Menschen: „In unserer Nachwuchsgruppe gibt es auch Kinder mit ausgeprägter Hyperaktivität. Aber das Training kann ihnen kann ihnen oft eine innere Ruhe geben. Immer wieder kommen Eltern zu mir, weil sie sich darüber freuen, dass die Kinder sich besser konzentrieren können und ausgeglichener sind.“



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