Palmbuschen und „Palmesel“

(jk). In seinen letzten Tagen ritt Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Dies war die Geburtsstunde des Palmsonntags mit der darauffolgenden Karwoche, die viele Bräuche und Traditionen beheimatet. Welche Bräuche in unserer Region populär sind, verraten wir hier.

Einzug Jesu in Jerusalem
In Klagenfurt wird der Palmsonntag mit der Bischofsprozession am Domplatz gefeiert. Seinen Namen bekam dieser spezielle Sonntag von den Palmenzweigen, mit welchen die Anhänger Jesus beim Einzug in Jerusalem zujubelten.
Markus Mairitsch, Pfarrer der Stadtpfarrkirche St. Egid, erklärt: „Die Prozession und die Segnung der Palmbuschen, von den kleinen bis zu den großen, ist das Nachspielen des Einzugs Jesu in Jerusalem, um dies nach außen hin den Menschen bewusstzumachen.“
Bei uns wurden aus den Palmenzweigen dann eben Palmkätzchenzweige, welche man zu Sträußen, Palmbesen oder Palmstangen bindet und segnen lässt.

Aufstellen im Haus
Im städtischen Bereich ist es dann üblich, den Buschen aufzustellen und mit bunten Eiern zu verzieren. So stehen diese Ostersträucher bis zum letzten Osterfeiertag in vielen Küchen oder Wohnzimmern.
Je weiter man jedoch in ländliche Gegenden kommt, umso eher variieren die Bräuche rund um den „Palmbuschen“. Mairitsch über die Ursprünge der Traditionen: „Osterbräuche entstanden während der Jahrhunderte und sind biblische Botschaften, die man dem Volk bewusstmachen will.“
Nach der Weihe werden in vielen Gegenden die Palmbuschen dreimal um das Haus getragen, zum Schutz vor Blitz, Krankheit und Feuer.

Hoffen auf eine gute Ernte
Viele Bauern stecken Zweige in den Acker und erhoffen sich durch göttlichen Segen eine gute Ernte. Auch kleine Kinder und Babys kommen in den Genuss der gesegneten Palmkätzchen, indem man sie beschützend über ihr Bettchen hängt.
Wollen Sie gleich das gesamte Haus schützen, dann werfen Sie nach altem Brauch den Palmbuschen auf das Dach. Und alle, die am Palmsonntag lange schlafen, seien gewarnt, denn wer als Letzter aufsteht, bekommt den Titel „Palmesel“. Dies steht für faules Verhalten.

Zur Sache:

Palmsonntag – Der Beginn der Karwoche (auch „Heilige Woche“): Am Palmsonntag wird einerseits des Einzugs Jesu in Jerusalem, wo viele Menschen ihm mit mit Palmzweigen zujubelten, gedacht, andererseits auch des Leidens und Sterbens Jesu Christi.

Der Ursprung der Tradition:
Seinen Namen hat der Palmsonntag von den Palmenzweigen, mit denen Pilger bei seinem Einzug in Jerusalem Jesus zujubelten.
Der Gebrauch und die Segnung von Palmzweige werden seit Mitte des achten Jahrhunderts bezeugt.

Glaube und Rituale: In ländlichen Gegenden trägt man den gesegneten Palmbuschen nach der Weihe dreimal ums Haus, um Schutz vor Blitz, Feuer, Krankheit und Unglück zu erbitten oder man steckt die Palmzweige in der Hoffnung auf eine gute Ernte in den Acker.
In allen Kärntner Pfarren werden am Palmsonntag mit einer Palmprozession die Palmzweige gesegnet.

In Klagenfurt wird Diözesanbischof Alois Schwarz um 10 Uhr am Domplatz, mit anschließender heiliger Messe im Dom, die Palmzweige segnen.

Julia Kaplan

Autor:

Katja Kogler aus St. Veit

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