Kultur & Museum
Restauration des Rothansl-Grabdenkmals

Der Stein stand schon bedenklich schief
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  • Der Stein stand schon bedenklich schief
  • Foto: Universalmuseum Kierling
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Rothansl-Grabdenkmal am Kierlinger Pfarrfriedhof von Nachfahren übernommen: Es war nicht nur restaurierungsbedürftig, sondern es drohte umzustürzen, da sich das Fundament gesenkt hatte.

KIERLING. Das von Professor Edmund Rothansl geschaffene Grabdenkmal für seinen geliebten Bruder Oberst a.D. Georg Rothansl (1846-1926) hat nicht nur eine künstlerische Bedeutung durch seinen Errichteter, sondern ist auch ein Teil der Kierlinger Ortsgeschichte. Die Familie Rothansl war im ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Kierling von großer Bedeutung. An der Seite von Bruder Georg ist niemand geringerer als Professor Rosalia Rothansl (1870-1945) bestattet. Sie war bis zu ihrer Pensionierung 1925 die erste Professorin an der „Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie“ – heute „Hochschule für angewandte Kunst“ in Wien. Im Zusammenhang mit ihrer Lehrtätigkeit war sie eine angesehene Textilkünstlerin und Stickerin. Zu einer ihrer bedeutendsten Arbeiten zählt das Marienornat für das Stift Klosterneuburg, das sie 1911 mit ihren Schülerinnen anfertigte. Auch an der prunkvollen Fahne der Kierlinger Sängerrunde wirkte sie mit. Jedenfalls Gründe genug, um für Kierling diese Gedenkstätte vom Museum im Sinne seiner Aufgaben für den Ort zu erhalten.
Nach langer Vorbereitungszeit, es wurden sechs Angebote eingeholt, wurde die Firma Pliessnig mit den Arbeiten beauftragt. Sie ist auch maßgeblich am Sankt Marxer Friedhof in Wien bei Grabrestaurierungen eingesetzt.

Mit einem Portalkran werden die Einzelteile abgehoben …
  • Mit einem Portalkran werden die Einzelteile abgehoben …
  • Foto: Universalmuseum Kierling
  • hochgeladen von Angelika Grabler

Mit einem Portalkran werden die Einzelteile abgehoben …Folgende Arbeiten waren durchzuführen: Abheben sämtlicher Teile mit dem Portalkran, Ausheben und Entsorgung des Fundaments, Neuherstellung eines bewehrten Fundaments, Wiederaufbau sämtlicher Teile mit je zwei Nirostadübeln, Entfernung von desolaten Ergänzungsmassen und Fugenmaterial, Reinigung mit Hochdruckreiniger, Abtötung von Organismen durch Behandlung mit Breitbandbiozit, Festigung der Oberfläche.

Der Abstand zu den anderen Gräbern wird exakt vermessen
  • Der Abstand zu den anderen Gräbern wird exakt vermessen
  • Foto: Universalmuseum Kierling
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Ein gewaltiger Aufwand - das Museum Kierling zeigt sich dankbar für Spenden, die dafür eingehen.
Wenn Sie Professor Rothansl und seine Familie interessiert: das Museum hat 2008 ein Buch editiert, von dem um zehn Euro noch Restexemplare im Museum erhältlich sind. Auch dieser Ankauf kommt der Grabdenkmalrenovierung zugute.

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