So gesund fühlt sich Klosterneuburg

Thomas Nagy hat die KlosterneuburgerInnen auf Herz und Nieren geprüft.
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KLOSTERNEUBURG (red). Anfang des Jahres hat Thomas J. Nagy im Rahmen der Initiative „Gesundes Klosterneuburg 2014“ begonnen, „Gesundheits-Checks“ zu machen und mit Fragebögen das subjektive Wohlbefinden der KlosterneuburgerInnen einzuholen. Jetzt, Mitte des Jahres, gibt es die ersten Vergleichswerte zwischen den Stadt- und Gemeinderäten, Polizisten, Feuerwehrleuten und der Bevölkerung. Bei den fünf Gesundheitssamstagen haben insgesamt 413 BesucherInnen einen Fragebogen abgegeben, 56 Fragebögen wurden online zugeschickt. Gemeinsam mit den anderen Befragten konnten 546 Gesundheits-Checks ausgewertet werden.

Gesundheitsbewusstsein

Insgesamt gehen 52 Prozent der Befragten regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, wobei 69 Prozent der PolizistInnen dieser fern bleiben (sie sind die jüngste und fitteste Gruppe). In der Bevölkerung gehen allerdings ebenfalls 69% zur Vorsorgeuntersuchung.
An einer chronischen Erkrankung leiden 19% der KommunalpolitikerInnen, jeweils 17% der Polizistinnen und Bürger und 15% der Feuerwehrleute.
Am besten schätzen die PolizistInnen ihren Gesundheitszustand ein (2,9), am schlechtesten die Feuerwehrleute (3,4), die Gesamtbevölkerung liegt bei einem Wert von 3,1.
Die Feuerwehrleute fühlen sich am wohlsten (2,56), gefolgt von den Polizisten (2,66) und der Bevölkerung (2,85). Doch schon abgeschlagen sind die Stadt- und Gemeinderäte mit 3,18.
Am besten schlafen die Feuerwehrleute (2,61), während sich die anderen um den Durchschnitt von 3,19 herum bewegen.

Wer hat den größten Stress?

Ausgeglichen fühlen sich die Polizisten (2,41) und Feuerwehrleute (2,5), während die Bevölkerung bei 3,4 und die KommunalpolitikerInnen bei 3,88 liegen.
Im Durchschnitt sorgt das Berufsleben mit durchschnittlich 47% für den größten Stress. Deutlich darunter ist die Bevölkerung (34%), deutlich darüber die Feuerwehr (56%) und die Stadt- und Gemeinderäte (58%).
Sich für das Wohl der Stadtgemeinde als PolitikerIn einzusetzen scheint eine sehr anstrengende und Kräfte raubende Zusatzbelastung zu sein.

Bewegung und Gewicht

Alle Gruppen sind durchgehend mit ihrem Gewicht unzufrieden. Die Beurteilung liegt daher auch im Schnitt bei 4,42. Und wenn man den Body-Maß-Index betrachtet, dessen Normalbereich zwischen 18,5 und 25 liegt, so ist der Durchschnitt mit 25,8 darüber. Stadt- und Gemeinderäte (26,6) und Feuerwehrleute (27,2) sind übergewichtig, wobei in beiden Gruppen einige deutliche „Ausreißer“ für diese hohen Werte sorgen.
Die Qualität der Ernährung wird im Schnitt mit 3,44 bewertet, wobei alle Gruppen annähernd gleich im unteren Durchschnitt liegen.
45% machen regelmäßig Bewegung – am meisten bewegt sich die Bevölkerung (63%), am wenigsten die Stadt- und Gemeinderäte (35%).

Ohne Rauch geht´s auch

Sehr erfreulich ist, dass im Schnitt nur 21% der Befragten rauchen. Am wenigsten raucht die Bevölkerung (12%), am meisten die Feuerwehrleute (33%). PolizistInnen und KommunalpolitikerInnen liegen mit je 19% gleichauf.
Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung ist das sehr erfreulich, denn in dieser rauchen 27% der Männer und 19% der Frauen.

Weinstadt Klosterneuburg

Im Schnitt trinken 16% der Befragten regelmäßig Alkohol, das entspricht exakt auch dem Ergebnis der Bevölkerung. Während Polizisten und Feuerwehrleute nur zu 6% regelmäßig Alkohol trinken, konsumieren 35% der Stadt- und Gemeinderäte ihr Glaserl. Jede/r fünfte befragte KlosterneuburgerIn ist Antialkoholiker, doch nur 4% der Stadt- und Gemeinderäte.

Gute Vorsätze

Mehr Bewegung, bewusstere Ernährung, Gewicht halten, Nichtraucher bleiben und mehr Entspannung zählen zu den guten Vorsätzen. Auffallend ist, dass sich 62% selbst weniger unter Druck setzen wollen und jede/r vierte besser mit Stress umzugehen lernen will.

Was lernen wir daraus?

„Sehr erfreulich ist, wie ehrlich die Fragen beantwortet worden sind“, freut sich Thomas J. Nagy, „das haben Kontrollfragen gezeigt“. Weniger erfreulich ist der Stress, der generell hoch, bei den Stadt- und Gemeinderäten aber besonders hoch ist. Hinzu kommen Bewegungsmangel, schlechte und unregelmäßige Ernährung und der regelmäßige Alkoholkonsum. Natürlich ist Klosterneuburg eine Weinstadt, und für PolitikerInnen ist es sehr schwer, bei Veranstaltungen keinen Alkohol zu konsumieren. „Da wäre es schön, Nein-sagen zu lernen bzw. mit einem 'Anstandsachterl' den Abend auszukommen“, rät Nagy. Außerdem tun abstinente Tage der Regeneration sehr gut.

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