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Die großen Zukunftsprojekte des Bezirks

Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich und Landtagsabgeordneter Christian Gepp plaudern mit uns über die Zukunft des Bezirks. | Foto: Sandra Schütz
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Von Kinderbetreuung und Bildung über die gesundheitliche Versorgung, Energie und Umwelt bis hin zur Mobilität – die Aufgaben, die der Bezirk Korneuburg in Zukunft zu bewältigen hat, sind groß, ebenso die Projekte, die in den nächsten Jahren auf dem Plan stehen. Wir haben mit Landtagsabgeordneten Christian Gepp und Nationalratsabgeordneten Andreas Minnich über die Zukunft des Bezirks geplaudert.

BEZIRK KORNEUBURG. 179 Kindergartengruppen gibt es aktuell im Bezirk Korneuburg. Die große Herausforderung für die nächsten Jahre: die Betreuung der Kinder ab zwei Jahren.

"Wir werden 34 zusätzliche Gruppen brauchen. Um die unterzubringen, werden Kindergärten neu gebaut, so wie etwa der viergruppige Kindergarten im Generationenhaus in Korneuburg. Es wird aber auch einige Zubauten und Adaptierungen bei bestehenden Kindergärten geben",

erzählt Landtagsabgeordnter Christian Gepp. Dass es auch Mehrbedarf bei den aktuell 24 Volksschul-Standorten im Bezirk gibt, fügt er hinzu. Rund 3.500 Volksschüler gibt es aktuell im Bezirk, allein im heurigen Jahr wurde etwa in Spillern, Stockerau oder auch Enzerfeld neu oder zugebaut.

"Ein große Bildungsprojekt für die Zukunft ist auch die AHS in Gerasdorf, die im 2024 den Unterricht aufnehmen soll. Korneuburgs AHS-Direktor Hartwin Eichberrger ist hier federführend eingebunden."

Ein Bezirk der Vereine

Kaum zu glauben, aber im Bezirk Korneuburg gibt es 1.064 Vereine. Förderungen von Land und Bund helfen finanziell, oft sind es aber auch die Gemeinden und Städte selbst, die mit Vereinsförderungen das finanzielle Bestehen sichern. Eine nicht zu unterschätzende Herausforderung in Zeiten knapper Finanz-Ressourcen, wie Gepp und Minnich zugeben. Auch in Feuerwehren und Rotes Kreuz wird und wurde investiert.

"In Korneuburg wird das Feuerwehrhaus neu gebaut und erst vor Kurzem haben die Umlandgemeinden zusammen den Neubau der Rot-Kreuz-Zentrale in der Bezirkshauptstadt ermöglicht. Investitionen, die man sich leisten muss, denn wir sind froh, dass wir diese Einrichtungen und auch die freiwillige Arbeit haben",

so Nationalratsabgeordneter Andreas Minnich.
Auch die sechs Musikschulen im Bezirk mit ihren 2.600 Schülerinnen und Schüler bereichern den Bezirk Korneuburg. Infrastruktur und Verwaltung fordern die Gemeinden und Schulen selbst. So wird aktuell in Langenzersdorf eine neue Musikschule gebaut, der Musikverein in Niederrußbach war maßgeblich am Bau des Veranstaltungszentrums beteiligt.

"Diese Vereine und Organisationen sind so wichtig. Sie sind identitätsstiftend für die ganze Region!"

Wir werden immer älter

In Sachen gesundheitlicher Versorgung ist der Bezirk Korneuburg mit seinen zwei Landeskliniken gut aufgestellt. Laufende Investitionen sorgen für stetigen Fortschritt. So wurde etwa erst heuer das neue MRT installiert und in Sachen Tumorbehandlung im Bereich der Lunge hat man sogar Österreich-Geschichte geschrieben.
Herausfordernder ist da schon die Betreuung und Pflege der immer älter werdenden Bevölkerung. Drei Pflegeheime gibt es aktuell in Korneuburg und Stockerau. Anfang 2024 soll der große Neubau des Pflegeheimes in der Bezirkshauptstadt fertig sein.

"Rund 300 Plätze stehen dann zur Verfügung, das sollte für die nächsten 15 bis 20 Jahre laut Pflege-Alamanch ausreichen",

rechnet Christian Gepp vor.

Energie der Zukunft

Das ist, so Gepp und Minnich, der Sonnenstrom. 3.550 PV-Anlagen gibt es jetzt schon im Bezirk Korneuburg, eine Vervielfachung in den nächsten ein bis zwei Jahren erwarten beide.

"Alleine in den letzten drei Jahren haben sich die PV-Anlagen im Bezirk verzehnfacht",

weiß Minnich. Schon jetzt könne man 88 Prozent des Strombedarfs im Bezirk aus erneuerbarer Energie abdecken. Dazu tragen aktuell auch sechs Biogasanlagen und elf Sonnenkraftwerke bei. Eine der größten Photovoltaikanlagen Österreich befindet sich übrigens bei der RWA in Korneuburg.
Doch die Pläne gehen weiter: so will der Verbund auf einer Fläche von knapp zehn Hektar beim Kraftwerk Korneuburg PV-Anlagen errichten, die Strom für rund 3.000 Haushalte liefern können. Auch in Korneuburg wird über die Errichtung einer Biogasanlage nachgedacht, zudem über den Einsatz von Strombojen.

"Das ist Nachhaltigkeit pur: den eigenen Bio-Abfall aus der Gemeinde auf kurzem Weg in die Biogasanlage bringen, dort verbrennen und daraus wiederum Energie gewinnen",

stellt Gepp fest. 

Mobilität ist vielfältig

"Bei der Mobilität müssen alle Ebenen bedient werden. Vor allem das Zurücklegen der letzten Meile ist etwa in ländlicheren Regionen schwieriger, als etwa in den Städten Korneuburg und Stockerau",

stellt der Landtagsabgeordnete fest. Generell sei es aber nicht einfach, über "die" Mobilität im Bezirk Korneuburg zu sprechen. Da gäbe es zum Einen die Gemeinden und Städte entlang der Bahn, die Zentren, die mit Öffis gut erschlossen und erreichbar sind. Je weiter es jedoch in die Peripherie des Bezirks hinausgeht, dünnt sich das Öffi-Angebot aus. Alle unter einen Hut zu bringen, sei die große Herausforderung der Zukunft.

"Alle Bus-Kilometer werden evaluiert und neu ausgeschrieben. Weniger genutzte Strecken könnten dann durch kleinere Einheiten durch ’VOR flex’ bedient werden. Fix ist aber die Erweiterung des 15-Minuten-Takts bei der Bahn in Stockerau bis spätestens 2026. Und im Herbst 2024 soll das große Projekt Umfahrung Harmannsdorf fertig sein",

so Gepp. Zudem habe man "so viele Radwege gebaut, wie noch nie". Von Oberrohrbach bis zum Korneuburger Bahnhof könne man nun etwa ausschließlich auf Radwegen fahren.

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