08.10.2014, 11:33 Uhr

"Das Poly war die ideale Vorbereitung für mich"

Thomas Seifert sieht das Fehlen der klassischen Lehrwerkstätten als großes Problem in Sachen Facharbeitermangel.

Die "Poly Erfolgsgeschichte": Vom Poly-Schüler zum Stettner Bürgermeister – Thomas Seifert

"Für mich war klar, dass ich einen Beruf lernen wollte. Das Poly Korneuburg war da die ideale Vorbereitung für die Lehre", erzählt Thomas Seifert, der seit April 2014 als Ortschef die Geschicke Stettens leitet. Eigentlich wollte er Elektriker werden. "Das hat sich aber nicht ergeben. Ich habe dann Dreher in der Schiffswerft Korneuburg gelernt." Und Seifert erinnert sich: "Damals war es klar, wer eine Lehre machen will, geht ins Poly, wer studieren will, geht in eine höhere Schule."
In der Abendschule bildete sich Seifert zum Konstrukteur weiter, seit ein paar Jahren ist er Betriebsratsvorsitzender bei Haas.
"Im Poly wurde uns soziale Kompetenz vermittelt. Der Zusammenhalt unter den Schülern war toll. Viele Freundschaften bestehen bis heute", erinnert sich Seifert an seine Zeit im Poly zurück. Dort gibt es heute sogar noch bessere Möglichkeiten, als damals, ist Seifert überzeugt. Was jedoch fehlt, ist die Perspektive für die angehenden Lehrlinge. "Früher gab es im Bezirk noch große Lehrwerkstätten, wie etwa die Werft. Wer aus dem Poly kam, wusste, wie es weitergeht. Jetzt fehlen diese klassischen Lehrbetriebe und die Poly-Schüler hängen in gewisser Weise in der Luft."
Die große Lehrwerkstätte bei Haas Waffelmaschinen gibt es noch. Rund zehn Lehrlinge werden dort jedes Jahr ausgebildet. "Früher sind die Lehrlinge Schlange gestanden, die Zahl der Bewerber wird auch bei uns immer weniger."
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